Die Arnika (Arnica montana), gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Sie wird oft auch als Bergwohlverleih bezeichnet, hauptsächlich wohl, weil Arnika überwiegend in den Bergen zu finden ist. Weitere volkstümliche Namen sind: Bergdotterblume, Bergwurzelblumen, Bergwurz, Blutblumen, Christwurz, Donnerblume,Engelkraut, Färberblume, Fallkraut, Gemswurz, Johannisblume, Kraftwurz, Mönchskappe, Stichkraut, Stichwurzel, St-Luzianskraut, Verfangkraut, Wolfsblume,Wundkraut.
Arnika kennt man auf jeden Fall aus der Heilmedizin für den Menschen. Dort werden der Arnika die Heilwirkungen antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend zugeschrieben und bei Krankheiten wie Zahnfleischentzündungen, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Magenkrämpfe, Durchfall, Herzbeschwerden eingesetzt, vor allem aber bei äußerlicher Behandlung bei Krampfadern, Venenentzündung, Blutergüsse, Gelenkentzündungen, Quetschungen, Verstauchungen, Zerrungen, Muskelkater, schlecht heilende Wunden, Ekzeme. Das sind auch eher die Anwendungsbereiche für die Arnika bei Katzen, obwohl man den Muskelkater wohl eher außen vor lassen kann.
Die Arnika ist eine sehr stark wirkende
Heilpflanze
, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird und man sollte sie vor der Anwendung verdünnen.
Die
Herstellung einer Arnikatinktur ist eigentlich recht einfach. Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas (Platz lassen). Gießen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie bedeckt sind und verschließen sie das Glas. Nun muß die Tinktur 2 bis 6 Wochen an einem warmen Ort ziehen, dabei nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an. Nach 6 Wochen muß die Tinktur gefiltert werden (Kaffeefilter) und in eine dunkle Flasche/Glas abgefüllt werden. Die ArnikaTinktur sollte an einem dunklen kühlen Platz gelagert werden und ist dann mindestens 1 Jahr haltbar.
Das Haupt-Einsatzgebiet der Arnika ist die äußerliche Anwendung, vor allem gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen. Dazu macht man am besten Umschläge mit verdünnter Tinktur. Arnika kann man auch als Salben gegen Verletzungen anwenden. Auch gegen schlecht heilende Wunden kann Arnika helfen, weil sie durch die Reizung die Durchblutung fördert, was letztlich den Heilungsprozess in Gang bringt. Allerdings sollte man dabei beachten, daß Arnika durchaus die Haut auch im negativen Sinne reizen kann, und man sollte immer mit Vorsicht und Sparsamkeit an die Behandlung gehen.
Nun werde ich einfach noch ein paar Beispiel aufzählen, zur Anwendung von Arnika. Diese habe ich alle samt aus dem Internet gesammelt und zeigt einfach nur wie vielseitig diese Heilpflanze ist. Arnika soll Kitten helfen, die während der Geburt Zerrungen und Quetschungen erlitten haben. Arnika zur Behandlung von Gesäugeentzündung, der Geburtsnachsorge, bei der Vorbereitung und Nachbehandlung von operativen Eingriffen, Zahnbehandlungen, nach einem Schock oder starker körperlicher Anstrengung.
Arnika ist also eines der wirksamsten homöopathischen Mittel und wird oft auch als “Allheilmittel” bezeichnet.
Noch zu beachten ist, daß die Pflanze Arnika selbst für Katzen giftig ist. Da sie in der Natur unter Naturschutz steht und man, will man die Tinktur selbst herstellen, die Pflanzen selbst anbauen muß, sollte man dies beachten.
 | Autor:Ingrid Sitte-Nadler, Ingrid Sitte- Nadler
Verlag:Midena
Auflage:Januar 2002
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