Samstag, 9. Januar 2010
Heute möchte ich einmal über die Analdrüsen der Katzen schreiben, da unsere Jeanny eine der wenigen Katzen ist, die ab und zu Probleme mit den Analdrüsen hat. Zum ersten mal trat dieses Problem vor ein paar etwa 3 Jahren auf. Wir kamen nach Hause und Jeanny saß ganz verkrampft da und konnte sich kaum bewegen. Wir natürlich sofort in Panik mit ihr zum Tierärztin. Diese tastete den Rücken ab, Wir dachten sie sei wieder irgendwo runter gefallen. In Schwanznähe plötzlich ein riesen Spritzer bis an die Wand und das Aha-Erlebnis bei der Ärztin. Nun drückte sich Analdrüsen noch richtig aus und Jeanny war wieder gesund. Vor ein paar Tagen dann wieder ähnlich. Jeanny saß etwas verkrampft da. Wie tippten diesmal gleich auf die Analdrüsen und schafften es sogar eine selbst auszudrücken. Kurze Besserung bei Jeanny, da aber diesmal noch eine Magenverstimmung dazu kam, musste die Tierärztin doch noch kommen und schaute sich auch nochmal die Analdrüsen an. Eine geübte Tierärztin kann dies halt doch besser. Sie entleerte die Drüsen noch einmal richtig. Nun was sind aber die Analdrüsen eigentlich und wozu braucht die Katze diese.
Die Analdrüsen geben ein Sekret in den Analbeutel ab und während die Katze “kackt” wird immer eine kleine Menge dieses doch sehr stark riechenden Sekrets mit ausgeschieden. Somit besteht die Aufgabe der Analdüsen daran, jeder Katze und ihrem Kot einen sehr individuelle Geruch zu verleihen. Damit kann jede Katze die eigene Visitenkarte hinterlassen und auch andere Katzen so identifizieren. So kann natürlich das Territoriums gut markiert werden. Es werden aber auch Pheromone abgesondert, was zur Signalisierung der Paarungsbereitschaft dient. Und nicht zuletzt dient es auch als Gleitmittel, damit der kot besser rausrutscht. Die Natur ist doch manchmal geniel. Die Analdrüsen befinden sich, wie der Name es schon vermuten läßt in der Nähe des Afters.
Die Analbeutel sind der eigentliche Teil, der mit dem Sekret verstopft und den man dann unter Umständen ausdrücken muss. Sie sitzen beiderseits im unteren seitlichen Bereich des Afters, unter dem äußeren Afterschließmuskel gelegenen Drüsensammelraum. Schaut man sich den Po der Katze an und denkt an eine Uhr, sitzen die Analbeutel auf 4 und 8 Uhr. Der Analbeutel hat eine Größe von 6 bis 8 mm. Wenn die Analbeutel stark gefüllt sind, kann man dies manchmal auch schin von außen erkennen. Bei Langhaarkatzen, wie bei unseren Maine-Coons allerdings eher nicht.
Den Analabeutel zu entleeren ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt und so richtig klappt das wohl erst nach viel viel Übung. Deswegen kann ich nur jedem empfehlen im Zweifelsfall den Tierarzt aufzusuchen. Wer es doch versuchen möchte sollte folgendes Beachten. Anzeichen dafür, dass die Analbeutel verstopft sind können sein; die Katze rutscht auf dem Hinterteil und versucht so den Analbeutel zu entleeren und so wie es bei unserer Jeanny war, ein verkrampftes Bewegen der Katze, so dass man den Eindruck hat, die hätte Lähmungserscheinungen. Bei manchen Katzen kann es zur regelmäßigen Notwendigkeit werden, die Analbeutel zu entleeren, man sollte aber vorsichtig sein, da das Ausdrücken eine zusätzliche Produktion anregt. Soll heißen: So oft wie nötig, so selten wie möglich.
Wie drückt man nun die Analbeutel am besten aus. Vielleicht sei noch erwähnt, dass das Ganze doch ziemlich ekelig werden kann, da das Sekret wirklich sehr stinkt und die Konsistenz derart ist, dass am besten kein guter Teppich in der Nähe ist. Am besten hat man eine Menge Papiertücher parat und dünne Handschuhe.
Die Katze sollte mit dem Po zu einem stehen, und der beste Ort ist das Bad oder noch besser die Dusche, damit die Katze nicht entwischen kann. Der Schwanz der Katze am besten nach oben halten. Die Analbeutel lassen sich nun als erbsengroße Schwellungen erfühlen. Mit Daumen und Zeigefinger drückt man vorsichtig entlang der Beutel von außen/unten nach innen/oben. Normalerweise kann man fühlen, wie sich das Sekret aus den Beuteln schieben lässt. Man sollte nicht zu fest drücken, sondern wirklich das Sekret vor sich her schieben. Drückt man einfach auf die Beutel drauf, verstopft der Ausgang noch mehr und der Katze tut das Ganze bestimmt auch weh. Am besten ist, man macht das Ganze zu zweit, da es auch ein wenig Koordination erfordert.
Neben der noch relativ unproblematischen Verstopfung der Analbeutel können aber auch eine Infektion der Analbeutel vorkommen. Wenn Analbeutel verstopft bleiben, können sich Abszesse oder Analfisteln bilden.
In ganz schlimmen Fällen kann es nötig sein, die Analbeutel operativ entfernen zu lassen. Neben den allgemeinen Risiken einer Operation kann Inkontinenz auftreten.
Wenn die Katze starke Schmerzen bei Berührungen um die Aftergegend zeigt, wenn offene Wunden zu sehen sind, wenn starke Schwellungen auftreten oder sonstige ungewöhnliche Veränderungen der Aftergegend. Wenn das ausgedrückte Sekret breiig schwarz ist, Eiter oder Blut enthält, sollte man unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
Eine Katze, deren Analbeutel nicht behandelt werden LEIDET !!! Dies kann sogar zu psychischen Störungen kommen bis hin zu selbstzerstörerischem Verhalten.
Unsere Jeanny hat alles zum Glück wieder gut überstanden. Nachdem sie 5 Tage nichts gefressen hat, ist sie wieder auf dem Weg der Besserung.
Freitag, 15. August 2008
Heute möchte ich mich einmal mit dem Thema Durchfall bei der Katze beschäftigen. Durch studieren meines Besucherzählers ist mir aufgefallen, das oft nach diesem Thema gesucht wird. Nun habe ich das Thema sicherlich in dem einen oder anderen Artikel schon angesprochen, aber hier zeigt sich schon das eigentliche Problem beim Durchfall. Der Durchfall bei der Katze ist meist nur ein Symptom einer Krankheit und weniger eine Krankheit selbst. Nun möchte ich hier einmal einige mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen aufzählen. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen etwas weiter.
Zunächst erst einmal eine gute Nachricht. Hält der Durchfall nicht wesentlich länger als 24 Stunden an, ist es relativ unproblematisch, das kann wie beim Menschen auch immer mal passieren. Man sollte aber bei Durchfall immer darauf achten, ob Blut mit im Spiel ist. Wenn ja sofort zum Arzt.
Als Auslöser für Durchfall bei der Katze kann man unterscheiden zwischen Viren, Bakterien oder Würmern (Parasiten aller Art), oder eben auch einfach durch eine Futterunverträglichkeit.
Dabei scheint die Futtermittelallergie wohl das kleinere Problem zu sein, da man dieser durchaus gut begegnen kann. Dazu verabreicht der Arzt über etwa 4 Wochen ein spezielles Allergiefutter, das frei von allergieauslösenden Stoffen ist. In dieser Zeit dürfen natürlich keinerlei andere Dinge zugefüttert werden (Leckerli). Hört der Durchfall dann auf, ist die Sache erst einmal klar. Nun muß man noch herausfinden, welches Futter die Allergie auslöst und schon hat man das Problem behoben. Naja klingt wahrscheinlich einfacher als es ist, denn es dauert schon seine Zeit und man muß extrem konsequent sein.
Um herauszufinden welche Viren, Bakterien oder Parasiten Grund für einen Durchfall bei Katzen sind, muß man eine Stuhlprobe zum Tierarzt bringen, der wiederum das ganze ins Labor schickt. bei Viren oder Bakterienbefall kann dann das passende Antibiotika verabreicht werden. Bei Parasitenbefall kann das ganze schon etwas komplizierter werden. In einem Artikel über Giardien wurde dies hier auch schon einmal besprochen.
Weitere Ursachen für Durchfall wären auch eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion. Dabei kommt es zu einer Unterversorgung mit wichtigen Enzymen. Dies läßt sich mit einer Untersuchung des Blutes feststellen und mit Tabletten relativ einfach beheben.
Nun zu einer Ursache, die jeder Katzenbesitzer eigentlich wissen sollte, ich werde sie trotzdem mal erwähnen. Es ist sicherlich bekannt, daß man Katzen nicht einfach Milch oder Milchprodukte als Futter anbieten sollte. Die meisten Katzen reagieren auf Milch mit Durchfall, da sie den Milchzucker nicht vertragen. Ihnen fehlt um Lactose zu verstoffwechseln das Enzym Lactase.
Allerdings gilt dies nur für Katzen, die nach dem Stillen über längere Zeit keine Milch bekommen haben, füttert man die Katzenbabies von Anfang an mit Milch weiter besitzen sie auch weiterhin dieses Entym. Es gibt auch viele Katzen, den man das Milchtrinken sozusagen wieder anerziehen kann. Sollte die Katze allerding mit starken Durchfall reagieren, sollte man dies nicht weiter verfolgen, die brauchen die Milch nunmal eben eigentlich nicht.
Weitere Ursachen für Durchfall haben wiederum mit dem Fressverhalten der Katzen zu tun. Knabbern an Zimmerpflanzen kann zu Durchfall führen, bzw. gibt es auch genügend giftige Pflanzen für Katzen, auch hier zu habe ich schon einen Artikel geschrieben. Auch normales Katzengras kann Durchfälle verursachen oder auch das Füttern direkt aus dem Kühlschrank. Füttert man seine Katzen nur mit rohem Fleisch, führt dies ohne Zugabe von z.B. Haferflocken auch zu Durchfall.
Es zeigt sich also, da Durchfall sehr viel mit der Ernährung zu tun hat. Sollten Viren, Bakterien oder Parasiten der Grund sein, kann man dies recht schnell mit dem Tierarzt abklären. Klar ist, Durchfall hat meist eine Ursache, die man auch bekämpfen sollte.
Dienstag, 22. Juli 2008
Helicobacter Infektion bei Katzen – Diagnose und Therapie
Heute möchte ich einmal über Bakterien schreiben, die höchstwahrscheinlich bei fast allen Katzen vorhanden sind und Symptome verursachen, die fast jeder Katzenbesitzer kennt. Wenn Katzen häufig erbrechen und zwar nicht die typischen Haarballen, oder weil sie Freigänger sind und Mäuse fressen, dann liegt das sehr oft an den Bakterien Helicobacter. Ich habe in einer Dissertation von Uta Brandenburg aus dem Jahr 2000 gefunden, daß die meisten Katzen (es wurden 100 frisch verstorbene Katzen untersucht) mit Helicobacter infiziert waren und zwar zu 84% mit Helicobacter heikmannii und zu 20 & mit Helicobacter felis.
Helicobacter sind winzige Bakterien in der Magenschleimhaut von Menschen und von Tieren und wurde Ende des 19. Jahrhunderts erstmals entdeckt. Erst in den 80iger Jahren wurde ein Zusammenhang zwischen diesen Bakterien und entzündlichen Veränderungen der Magenschleimhaut festgestellt und Anfang der 90iger Jahre wurde auch ein Zusammenhang zwischen Magengeschwüren oder Karzinomen und helicobacterartige Bakterien hergestellt. Auch bei den 100 untersuchten Katzen von Uta Brandenburg aus dem Jahr 2000 wurden in den meisten Fällen entzündliche Veränderungen im Magen festgestellt. Bei vielen Untersuchen wurde auch festgestellt, daß es einen erheblichen Verdacht gibt, daß diese Bakterien vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Neben dem Erbrechen können auch Durchfall bei Katzen ein Symptom für den Befall mit Helicobacter darstellen.
Da es viele verschiedene Arten von Helicobacter gibt, ist eine Diagnose und Therapie manchmal sehr schwer. Bis vor einigen Jahren stand zur Diagnose nur die Magen- bzw. Dünndarmschleimhautbiopsie zur Verfügung, mittlerweile gibt es den für menschliche und tierische Patienten weit aus weniger belastenden serologischen Antiköper-Nachweis. Dafür stehen die Verfahren ELISA, KBR und Immunoblot zur Verfügung, als sicherste Methode zeigte sich bisher die Untersuchung mittels Immunoblot.
Wie kann ich im Vorfeld schon auf eine Helicobacter-Infektion schließen. Meist bei chronischen, also über Monate andauernde Durchfälle, besonders aber bei morgendlichem Galleerbrechen bzw. Erbrechen obwohl das Futter gut über den Tag verteilt wird. Die meisten Katzen haben ansonsten aber eben ein gutes Allgemeinbefinden und deshalb macht man sich vielleicht auch keinen Kopf darum.
Therapiert wird eine Helicobacter-Infektion mit Antibioktika und Protonenpumpeninhibitor,also Säurehemmer über einen Zeitraum von mehreren Tagen oder Wochen. Diese Therapie ist in vielen Fällen erfolgreich, auch wenn ein erneuter Befall nicht ausgeschlossen werden kann.
Donnerstag, 18. Januar 2007
FiV steht für das Feline Immundefizienz-Virus, also felines Immunschwächevirus. Da die Krankheit Ähnlichkeiten mit der Aids-Erkrankung bei Menschen hat, wird sie auch oft als “Katzen-Aids” bezeichnet. Die Symptome von FIV ähneln auch der Leukose (FeLV), daher ist es oft schwierig genau zu diagnostizieren, um welche der beiden Krankheiten es sich nun handelt, daher müssen genaue Laboruntersuchungen durchgeführt werden.
Zu dem Virus: Wie oben angegeben handelt es sich hierbei um den Felinen Immunschwächevirus, der wohl eine Mutation des Leukosevirus ist. Der Virus wird von Katze zu Katze übertragen, allerdings ist die Übertragung über Futterschüsseln oder Katzentoiletten sehr unwahrscheinlich, sondern wird über blutige Verletzungen übertragen (z.B. Biss). Das Virus greift die Abwehrzellen des Körpers an und zerstört sie, daher ist der Körper schutz-und hilflos anderen Viren, Bakterien, etc. ausgeliefert.
Inkubationszeit: Ebenso wie bei FIP ist die Inkubationszeit sehr unterschiedlich. Sie kann Monate betragen, aber auch mehrere Jahre.
Symptome: Wie bei allen Viruserkrankungen sind auch hier die Symptome sehr vielfältig und können variieren. Die Schleimhäute sind betroffen ebenso wie der Magen-Darm-Trakt. Unter anderem können folgende Symptome auftreten: Katzenschnupfen, Augenerkrankungen (vorwiegend Bindehautentzündung), Nasenausfluß, Veränderungen der Mundschleimhaut (Zahnfleischentzündungen), Durchfall, Erbrechen, Blasenentzündungen, bei trächtigen Tieren kommt es zu Fehl-oder Totgeburten. Wurm-und Flohbefall können als Begleiterscheinung/en auftreten. Das heißt also, die betroffene Katze kränkelt vor sich hin.
Folgen: Auf Grund des sehr stark beeinträchtigten Immunsystems wird der sowieso schon schwache Katzenorganismus durch viele weitere Sekundärinfektionen noch zusätzlich geschwächt. Jede kleinste Erkrankung kann hier schon tödlich sein. Der Organismus ist also anderen Viren oder Bakterien schutzlos ausgeliefert. Daher wird die Katze auch zusätzlich hier therapiert. Erkrankte Katzen können noch sehr lange sehr glücklich und schmerzfrei leben, daher ist eine Einschläferung auf Grund eines positiven Befundes meist nicht nötig. Sollte sich aber nach gewisser Zeit herauskristallisieren, dass es für die erkrankte Katze keine Hoffnung mehr gibt und die Katze sich quält, sollte man so verantwortungs-und respektvoll handeln und das Tier von weiteren Leiden erlösen.
Behandlung: Leider gibt es für FIV noch keine wirksamen und erfolgreichen Behandlungsmethoden. Die Veterinärmedizin forscht derzeit, ob es mit Präparaten der Humanmedizin gegen HIV auch Erfolge bei FIV gibt. Hauptsächlich aber werden die Sekundärinfektionen behandelt, da sie sehr schnell tödlich enden können, d.h. das Immunsystem wird gestärkt und ggfs. auftretende Infektionen behandelt.
Diagnose: Auch FIV hat typische Symptome anderer Viruserkrankungen oder “banaler” Erkrankungen, wie eben beispielsweise Durchfall oder Erbrechen. FIV wird oft mit Leukose verwechselt, daher gibt nur eine Blutuntersuchung ein klares und eindeutiges Ergebnis. Aber auch wenn es sich um ein positives Ergebnis handelt, heißt das nicht, dass die Katze bald sterben wird oder eingeschläfert werden muss. Sie kann, trotz der Erkrankung, noch sehr lange sehr glücklich und schmerzfrei leben. Erst wenn es zur Qual wird, sollte man diesen Schritt gehen.
Vorbeugung: Es gibt keine Vorbeugung gegen FIV! Nach einem Impfstoff wird derzeit noch geforscht!
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
 | Autor:Michael Hartmann, Thomas Steidl
Manufacturer:Oertel + Spärer
Released:Oktober 2001
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Samstag, 13. Januar 2007
Das Feline Leukämie-Virus (FeLV), besser bekannt als Leukose, gehört zu den Infektionskrankheiten und wird durch einen Retrovirus verursacht. Die Ausbreitung der Krankheit ist mittlerweile erschreckend, denn sie ist weltweit sehr häufig vertreten. Laut diverser Statistiken kann man hier schon von einer Epidemie sprechen. Leukose verläuft meist tödlich. Sehr hohe Ansteckungsgefahr!
Zu dem Virus: Wie oben schon erwähnt wird Leukose von einem Retrovirus verursacht. Nach Eintritt dieses Virus kann es Tage-Jahre betragen, bis man erste Symptome feststellen kann. Genau das ist es, was diesen Erreger so gefährlich macht, denn ansteckend ist er auch dann, wenn die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, d.h. der Virus kann praktisch “in aller Seelenruhe” auf andere Katzen übertragen werden. ́Der Retrovirus überträgt sich vielseitig, z.B. durch Speichel, Nasensekrete und Urin und wird damit zu einer hohen Ansteckungsgefahr für andere Katzen. Damit sind gemeinsame Futter-und Wasserschüsseln und Katzentoiletten die Orte, an denen der Virus übertragen werden kann. Auch trächtige Mütter übertragen den Virus auf ihre ungeborenen Kitten über den Mutterkuchen.
Inkubationszeit: Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich. Bei einigen Katzen können schon wenige Tage nach der Ansteckung die ersten Symptome auftreten, bei anderen Tieren dauert es Wochen, Monate oder Jahre.
Symptome: Die Symptome sind, wie bei allen Infektionskrankheiten, sehr vielschichtig und uncharakteristisch. Man kann hier eher von Kränkeln der betroffenen Katze sprechen, da das ganze Immunsystem geschwächt ist und somit jedwede banale Erkrankung, die das Immunsystem normalerweise selbst in den Griff bekommt, auftreten kann (daher “Kränkeln”). Einige der Symptome jedoch sind z.B. Appetitlosigkeit, Wasserverweigerung, erhöhte Körpertemperatur bis Fieber, Durchfall, Erbrechen, Atembeschwerden, wunde Ballen, Tumore, Anämie, Nervenstörungen, Abmagerung, chronische Infektionen aller Art. Auf Grund der stark geschwächten Immunabwehr haben auch viele andere lebensgefährliche Infektionen die Möglichkeit Einzug in die Katze zu gewinnen; wie beispielsweise FIP oder auch Katzenschnupfen.
Folgen: Die Folgen liegen praktisch auf der Hand. Das betroffene Tier kränkelt vor sich hin, leidet ggfs.an Schmerzen. Es besteht Austrocknungsgefahr! Meist endet so eine Erkrankung tödlich. Viele “Banalinfektionen” wie Durchfall, Erbrechen, Niesen treten durch die geschwächte Immunabwehr auf und lassen sich schwer als eine Leukose diagnostizieren.
Diagnose: Leukose ist schwer diagnostizierbar: Zwar haben Tierärzte die Möglichkeit mehrere Tests auf die Erkrankung durchzuführen, allerdings ist das Virus nahezu kaum zu erkennen. Es ist erst dann erkennbar, wenn es sich direkt im Blut aufhält, also dort zirkuliert. Meistens jedoch ist es so, dass sich das Virus in einem Organ “versteckt”, wodurch der Bluttest negativ ausfallen kann,d.h. also ein negatives Testergebnis gibt keine Garantie auf die Nicht-Erkrankung. Anhand der Symptome kann der behandelnde Tierarzt meist also nur den Verdacht auf Leukose äußern.
Behandlung: Zum einen kommt es darauf an, welches Organ denn nun betroffen ist, denn genau dieses muss behandelt werden. Es werden außerdem nicht nur die auftretenden Symptome behandelt, sondern auch das Immunsystem gestärkt. Neben der spezifischen (“normalen”)Abwehr muss auch die unspezifische Abwehr (Paramunität) gestärkt werden. Diese bekämpft im Körper alle Keime, die eine Katze erkranken lassen können. Mittlerweile gibt es sogar ein Medikament, was diese Abwehr unterstützt und damit vielversprechend in der Wirkung ist (in der Humanmedizin wird es bei der Krebsbehandlung eingesetzt). Zwar ist es keine Garantie und auch kein Wunder-Allheilmittel, aber ein Versuch ist es wert! Das heißt also, dass, wie bei anderen Infektionskrankheiten auch, das Immunsystem den Kampf gegen das Virus alleine aufnehmen muss. Der Tierarzt kann lediglich das Immunsystem bei seinem Kampf gegen den Virus unterstützen; mehr jedoch leider (noch) nicht. Auch der Tierhalter ist hier aufgerufen aktiv mitzuhelfen und die Katze zu unterstützen. Wie immer sind viel Liebe und Pflege das A und O einer Katze eventuell verloren gegangen Lebensmut wiederzugeben, was ihr in ihrer inneren Schlacht helfen kann. Will oder kann die Katze nicht fressen muss der Katzenbesitzer nachhelfen, am besten mit weicher Nahrung (Brei, Püriertes, etc.). Auch muss für eine gute Flüssigkeitsaufnahme gesorgt werden. Das Putzen des Fells muss ebenfalls der Halter übernehmen, wenn die Katze für ihre Fellpflege zu geschwächt ist. Die Fellpflege ist für eine Katze sehr wichtig und tut ihr gut. Aktive Mithilfe in allen notwendigen Bereichen ist also gefragt!
Vorbeugung: Zum Glück gibt es eine Impfung gegen Leukose, die man auch regelmäßig durchführen lassen sollte. Bei der Erstimpfung sollte die Katze mind. 8 Wochen und sollte gesund sein (parasitenfrei, krankheitsfrei). Natürlich wirkt die Impfung nur dann, wenn die Katze den Virus nicht schon in sich trägt. Die Wirkung ist zwar, an der als bei FIP nicht schädlich, aber wirkungslos. Nach der Erstimpfung mit ca.8 Wochen wird nach 3-4 Wochen die Impfung wiederholt. Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen und die Impfung erfolgt nun regelmäßig jedes Jahr.
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
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Samstag, 13. Januar 2007
FiP (Feline infektiöse Peritonitis) ist erst seit ca. 50 Jahren bekannt, da sie damals das erste Mal ausbrach und bedeutet “ansteckende Bauchfellentzündung”. Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung. FiP ist eine sehr rätselhafte und immer tödlich endende Krankheit. Man unterscheidet sie in zwei unterschiedliche Verlaufsformen.
Zum einen gibt es die “feuchte bzw. nasse Verlaufsform” (häufigste Verlaufsform), zum anderen die “trockene Verlaufsform”. Beide unterscheiden sich in ihrem Verlauf und ihren erkennbaren Merkmalen.
Zu dem Virus:
Bei dem Virus handelt es sich um einen Corona-Virus. Diesen hat fast jede Katze im Körper und er ist auch in seiner ursprünglichen Form ungefährlich, aber leider kann er mutieren, was auch meist zum Ausbruch der Erkrankung führt. Daher ist eine Heilung leider auch nicht möglich, da es sich (ähnlich wie beim Grippevirus) eben um einen mutierenden Virus handelt, d.h. er verändert sich stetig. Und wie soll man einen Virus bekämpfen, der sich ständig verändert? FiP ist sehr ansteckend und wird von Katze zu Katze übertragen, aber auch über Gegenstände, mit denen ein infiziertes Tier in Berührung gekommen ist.
Inkubationszeit:
Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich. Manche Katzen erkranken nie daran, obwohl sie den (mutierten) Virus in sich tragen. Erst wenn Symptome sichtbar werden, kann man vom Ausbruch der Krankheit sprechen. Die Inkubationszeit kann also wenige Tage bis mehrere Jahre bis nie betragen. Das Zusammenspiel vieler Faktoren kann eine Erkrankung begünstigen: Die Mutation des “normalen”Corona-Virus in den FiP-Virus und das darauffolgende Zusammenspiel der Viruszellen mit Antikörpern. Stress ist der häufigste Auslöser einer Fip-Erkrankung (vor allem in großen Zucht-oder Gruppenverbänden (auch Tierheim), bei Ausstellungen oder stressigem Besitzer-oder Wohnungswechsel).
Symptome bei der “nassen Verlaufsform”:
Die Symptome der felinen infektiösen Peritonitis sind vielfältig und daher auch oftmals schwer erkennbar. Durch die stark geschwächte Immunabwehr können also viele verschiedene Zusatzinfektionen auftreten, die man anfangs meist gar nicht auf eine FiP-Erkrankung schieben würde. Die häufigsten Symptome jedoch sind hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Atemnot, Erstickungsanfälle, Herz-und Kreislaufstörungen, Apathie, Immunschwäche. Das besondere Merkmal der nassen Verlaufsform ist ein gefüllter, dicker, vorgewölbter Bauch; obwohl das Tier abgemagert ist. In der Bauchhöhle sammeln sich große Mengen gelblicher Flüssigkeit (Bauchwassersucht). Durch diese äußere Erscheinung ist die nasse Verlaufsform meist besser zu diagnostizieren als die trockene. Bei beiden jedoch git, dass die Krankheit schleichend verläuft und letzten Endes meist tödlich ist.
Symptome der “trockenen Verlaufsform”:
Die trockene Verlaufsform von FiP ist schwer diagnostizierbar und wird daher auch meistens nicht erkannt. Die Symptome könnten auf alles mögliche zutreffen. Dazu gehören Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Fieber, Lähmungen, Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen, Apathie, Immunschwäche, Wesensveränderungen, Augenerkrankungen.
Folgen: Durch die geschwächte Immunabwehr, brechen sehr leicht bakterielle Zusatzerkrankungen aus. Auf Grund der Schmerzen sinkt der Lebensmut einer betroffenen Katze fast stündlich. Das Ende dieser Krankheit ist fast immer tödlich, da sie nicht heilbar ist. Man kann sie für den Patienten nur “erträglicher” gestalten und ggfs. den gesunkenen Lebensmut zurückholen, mehr jedoch nicht. Man sollte seiner Katze, wenn die Krankheit schon in einem so weiten Stadium ist, dass es nur noch Qual und künstliche Lebenserhaltung ist, den am Ende sehr qualvollen und schmerzhaften Tod ersparen und sie einschläfern lassen, wenn sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert und keine Aussicht auf Erfolg mehr gegeben ist. Was für uns Besitzer meist schwer ist, ist eine Erlösung für die Katze. Das sollte unser letzter Dank an sie sein und unser letzer Liebes-und/oder Freundschaftsbeweis: ein schmerzfreier und schneller Tod.
Behandlung:
Das einzige, was der Tierarzt für eine infizierte und erkrankte Katze tun kann, ist ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern. Es ist nicht möglich und auch lebensbedrohlich, Immunsystemstärkende Maßnahmen zu ergreifen. Hier muss das Gegenteil erfolgen. Denn erst das Einschalten oder Beschleunigen des Immunsystems macht diese Krankheit so gefährlich und führt zu Verschlimmerung und Tod! Es muss eine Unterdrückung des Immunsystem stattfinden, um weitere Verbindungen zwischen Virus und Antikörpern zu verhindern. Dafür wird meist Kortison verabreicht, was die Symptome in manchen Fällen auflösen kann, was auch der Seele der Katze gut tut.Bei der feuchten Verlaufsform hat der Tierarzt sogar die Möglichkeit die Flüssigkeit in der Bauchhöhle abzusaugen. Allerdings ist das nur eine vorübergehende Hilfe, da sich schon nach kurzer Zeit erneut Flüssigkeit im Bauch ansammelt. Diese Prozedur ist also nur zusätzlicher Stress für die kranke Katze, der Unter allen Umständen jedoch vermieden werden sollte! Am Halter liegt es jetzt, die Freude seines Tieres zu erhalten, intensiv und liebevoll zu pflegen. Die Katze braucht Hilfe bei der Körperpflege, beim Fressen und Trinken. Es sollte an ihrem Aufenthaltsort nicht stressig sein, um eine Verschlimmerung der Krankheit zu verhindern. Meist wird die Nahrung umgestellt (z.B. vom Tierarzt verschriebenes Diätfutter). Also sollten gute Pflege, eine ausgewogene Ernährung, kein Stress und vor allem viel Liebe die “Medikamente” des Halters sein.
Diagnose:
FiP ist leider immer noch nicht eindeutig diagnostizierbar. Bei Verdacht wird eine Blutuntersuchung gemacht und ein sog. “FiP-Titer” erstellt. Dieser gibt das Verhältnis der Antikörper im Blut an. Je höher der Titer, umso wahrscheinlicher ist eine Infektion oder eine Erkrankung. Der normale FiP-Titer liegt zwischen 1:1 und 1:25 (noch im Toleranzbereich). Der Titer gibt lediglich an, ob die Katze Kontakt zu dem Coronavirus hatte. Der Titer sagt aber nicht aus, dass die Katze krank ist oder nicht. Auch sagt er nicht aus, ob die Katze jemals daran erkranken wird. Ein Titer von 1:1000 liegt zwar im sehr hohen Bereich und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Infektion (oder Erkrankung), aber er gibt niemals eine 100%ige Aussage oder Garantie, dass das Tier erkrankt ist oder in der Zukunft daran erkranken wird. Leider werden noch immer zu viele Katzen auf Grund eines Verdachtes eingeschläfert. Ist die Krankheit jedoch nicht quälend für die Katze oder überhaupt am Tier erkennbar ist eine Einschläferung unnötig. Wie gesagt, die Katze kann ein Leben lang ohne Krankheitsausbruch leben und auch dann, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist und weder schmerzhaft noch quälend für das Tier ist. Viele kranke Tiere können noch Jahre lang ein sehr gutes und schönes Leben haben! Daher bitte nicht einfach bloß auf Verdacht einschläfern lassen. Der Titer ist keine Garantie für eine Erkrankung!
Vorbeugung:
Zwar gibt es mittlerweile einen Impfstoff, aber seine Wirkung ist sehr umstritten. Die Impfung wird nasal (in die Nasenlöcher) verabreicht. Ist eine Katze jedoch schon infiziert kann die Impfung sogar den Ausbruch der Krankheit bewirken oder tödlich sein, daher ist eine vorige Blutuntersuchung wichtig! Die Impfung erfolgt frühestens mit der 16.Lebenswoche, nach 3 Wochen wird die Impfung wiederholt. Die Grundimmunisierung ist damit abgeschlossen. Von nun an wird die FiP-Impfung jährlich aufgefrischt.
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
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Manufacturer:Kosmos (Franckh-Kosmos)
Released:Oktober 2003
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Freitag, 12. Januar 2007
Bei Katzenschnupfen (Rhinitis) handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch div. Erreger ausgelöst werden kann. Neben den für den Katzenschnupfen typischen Viren und Zwischenformen von Bakterien und Viren, sind auch Zweiterreger (Bakterien) an dem Krankheitsverlauf beteiligt, da sie diese Viruserkrankung verkomplizieren und verlängern können.
Zu den Erregern: Zum einen können Viren die Ursache für die Erkrankung sein, wie auch Zwischenformen und Bakterien, die als Zweiterreger maßgeblich an Katzenschnupfen beteiligt sind.Bei den Viren handelt es sich meist um Reo(Rhino)-, Calici-oder Herpesviren, wobei die beiden letzteren die häufigsten Erreger des Katzenschnupfens sind und auch die schwerwiegenderen Erkrankungen hervorrufen. Sie unterscheiden sich zudem in ihrer Lebensdauer: Herpesviren sind nicht sehr widerstandsfähig und gehen außerhalb des Körper nach etwa 12 Stunden zugrunde. Allerdings werden sie im Verlaufe einer Erkrankung durch Nase-,Augen und Mundsekeret über mehrere Wochen hinweg ausgeschieden (schubweise). Die erneute Erkrankung durch einen Herpesvirus geht jedoch schneller von statten und kann schon nach 6 Monaten erneut auftreten.Caliciviren hingegen überleben bis zu 10 Tagen. Erneute Ansteckung durch Caliciviren dauert jedoch etwa 1 Jahr. Sie werden jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg noch ausgeschieden, selbst wenn die Erkrankung selbst nur wenige Tage beträgt.Außerdem können auch Zwischenformen (Zwischenformen zwischen Bakterien und Viren) die Ursache für eine Erkrankung sein, wie beispielsweise Mycoplasmen und Chlamydien (nicht häufig, aber möglich.).Neben diesen zwei Erregerarten gibt es auch noch sog.”Zweiterrger” (Bakterien), die den Krankheitsverlauf noch komplizierter machen und auch begünstigen können. Dazu zählen meist Eiterbakterien wie z.B. Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken.Abwehrschwächende Faktoren wie beispielsweise Wurmbefall, Ernährungsfehler, Erkältungen; etc.können die Infektion begünstigen, außerdem Stress und andere psychische Belastungen.Ansteckungsgefahr! Der virusbedingte Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochansteckend. Übertragen wird der jeweilige Virus von Katze zu Katze (Tröpfchenübertragung), also über Futterschüsseln, Spielzeug, Transportkörbe usw. Der Mensch kann den Erreger ebenfalls mit ins Haus bringen, indem er ihn an Schuhen oder Kleidung trägt (weswegen auch Wohnungskatzen gegen Katzenschnupfen geimpft werden sollten).
Inkubationszeit: Abhängig vom Erreger, z.B. Caliciviren: 1-3 Tage, Herpesviren: 2-10 Tage. Durchschnittlich kann man sagen, dass die Inkubationszeit knapp 2-7 Tage beträgt.
Symptome: Anfangs als Entzündung der Schleimhäute zu erkennen, so äußert sich Katzenschnupfen durch Niesen und Nasenausfluss, meist in Verbindung mit Bindehautentzündungen. Sowohl der Nasen-als auch Augenausfluss ist zunächst sehr wässrig und klar (Zeichen einer Viruserkrankung), allerdings verschlechtert sich das Krankheitsbild schon sehr schnell durch Schädigung der Schleimhäute durch Viren. Der Nasenausfluss wird bald eitrig, schleimig und verstopft die Atemwege der betroffenen Katze, wodurch Atemnot entsteht. Eine erkrankte Katze ist zum Atmen durch das Mäulchen gezwungen; wodurch die jeweiligen Erreger auch Einzug in die Mundschleimhaut gewinnen. Folge davon sind Husten und Schluckbeschwerden. Wie bei einem grippalen Infekt bei uns Menschen so fühlen sich auch die Katzen schlapp, sind teilnahmslos, haben weder Hunger noch Durst, hohes Fieber. Ist die Infektion durch einen Herpesvirus verursacht worden, so ist auch die Mundschleimhaut mitbetroffen, was bedeutet, dass sich ggfs.Bläschen an Zunge, Gaumen und Zahnfleisch bilden, wodurch der Katze das Fressen umso mehr zu einer Qual wird. Diese Bläschen vergrößern sich mit der Zeit und platzen auch, wodurch geschwürige Wundflächen entstehen können. Diese Stellen sind zwar nicht sehr groß, sind aber mit enormen Schmerzen verbunden (Speichelfluss). U.U. kann sich die Erkrankung auch von den Bronchien bis hin zur Lunge ausdehnen. Gefahr auf Lungenentzündung! Symptome für die Verschlimmerung sind Husten und “Rasseln”.
Folgen: Auf Grund von allgemeinem Unwohlsein und Schmerzen trinkt und ißt die Katze nicht. Gefahr der Austrocknung! Folge davon ist Kreislaufversagen; der auch zum Tode führen kann!! Frißt und trinkt die Katze nicht, muss sie zwangsernährt werden. Wird ein Katzenschnupfen nicht behandelt, so kann er sich wie oben beschrieben, zu einer Lungenentzündung verschlimmern. Bei an Katzenschnupfen erkrankten, tragenden Katzenmüttern kommt es meist zu Totgeburten oder Missbildungen der Kitten. Ein unbehandelter Katzenschnupfen kann chronisch werden, was ständige Augenentzündungen, verstopfte Nase, Atembescherden, Stirnhöhlenentzündungen, etc.zur Folge hat. Ist ein Katzenschnupfen erstmal chronisch, so ist er nur noch schwierig zu behandeln! Rechtzeitiges Handeln ist also enorm wichtig, um den Katzenschnupfen rechtzeitig in den Griff zu bekommen.
Diagnose: Nicht jedes Niesen oder Husten bedeutet direkt eine Erkrankung. Auch eine Bindehautenztündung muss nicht unbedingt mit Katzenschnupfen zu tun haben. Dennoch sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Katze häufiger niest oder hustet oder sich die Augen röten,etc., um die Ursache festzustellen, selbst dann, wenn man der Meinung ist, es handele sich evtl.um eine Bagatelle. Die Diagnose stellt der Tierarzt. Er kann meist sofort erkennen, ob es sich wirklich um eine harmlose Bagatelle handelt oder um eine Erkrankung an Katzenschnupfen. Falls Lebensgefahr besteht, wird der Tierarzt das betroffene Tier auch an eine Tierklinik weiterleiten.
Behandlung: Der Tierarzt wird die betroffene Katze im Kampf gegen die Viren unterstützen durch Gabe von abwehrstärkenden Medikamenten und Antiobiotika um gefährliche Sekundärinfektionen durch Bakterien zu bekämpfen. Frißt oder trinkt der Patient nicht, so sind zusätzlich Infusionen oder Zwangsernährung erforderlich. Der Katzenhalter selbst kann aktive Mithilfe leisten, indem er besonders jetzt seinem kranken Familienmitglied viel, viel Zuneigung und Pflege schenkt. Viel STreicheln, Kraulen, die vertraute Umgebung begünstigen den Heilungsprozess um ein Vielfaches. Zudem braucht eine an Katzenschnupfen erkrankte Katze viel Wärme um gesund zu werden. Wer keine Fußbodenheizung hat, sollte dem Patienten eine Heizdecke oder eine Wärmflasche zur Verfügung stellen. Möglich ist als Unterstützung auch Rotlicht, allerdings nicht länger als 10 Minuten (zweimal täglich) und auch nur dann, wenn die Katze kein Fieber hat (bitte mit dem Tierarzt absprechen!). Kälte, Windzug, etc.sollten unter allen Umständen vermieden werden. Bei Transporten sollte die Katze in eine Decke eingepackt werden und ggfs. zusätzlich mit einer Wärmeflaxche im Körbchen ausgestattet werden. Zudem liegt es am Besitzer Verkrustungen an Augen und Nase regelmäßig zu säubern und dafür zu sorgen; dass die Nasenlöcher frei bleiben um die Atmung zu erleichtern: Hierfür reicht lauwarmes Wasser. Will man mit Inhalationen arbeiten, so sollte man das vorher mit dem Tierarzt absprechen. Er kann ein geeignetes Präparat verschreiben und die Anwendung indidviduell anpassen. Meist werden Inhalationen mit einem Kamillenaufguss durchgeführt, da viele andere Mittel zu Erstickungen führen können. Um der Katze Futter zuzuführen; so eignen sich Babynahrung, Hühnchenbrühe, etc, die mit einer Plastikspritze direkt In den Mund verabreicht werden. Auch der Tierarzt wird spezielle “Astronautenkost” mitgeben! Bis der Patient wieder von alleine ißt, sollte die Nahrung zugeführt werden.
Vorbeugung: Es gibt eine Impfung gegen die Haupterreger des Katzenschnupfens, nämlich Calici-und Herpesviren, ggfs.auch gegen Chlamydien. Da, wie oben angegeben, aber auch andere Erreger für Katzenschnupfen verantwortlich sein können, kann es – trotz Impfung – zu einer Erkrankung an Katzenschnupfen kommen, allerdings kommt es dann nur zu milden Verlaufsformen; da gegen die schwerwiegendsten ja geimpft ist. Die erste Impfung gegen Katzenschnupfen erfolgt in der 8.Lebenswoche, nach 3-4Wochen wird die Impfung wiederholt. Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Von nun an wird jährlich geimpft.
Quelle
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Manufacturer:Enke
Released:Juni 2005
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Freitag, 12. Januar 2007
Die als Katzenseuche bekannte Panleukopenie Parvovirose wird durch Infektion mit dem Parvovirus ausgelöst. Symptome sind Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe), Austrocknung (Dehydration), einem Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie), hohes Fieber und Appetitlosigkeit. Sollte keine Behandlung vorgenommen werden, so kann der Tod der Katze innerhalb weniger Stunden und Tage eintreten.
Die Übertragung und Ansteckung mit dem Felinen Parvovirus geschieht sowohl durch den direkten körperlichen Kontakt mit anderen infizierten Katzen (und anderen Tieren) als auch durch infizierten Staub und in Form einer Tröpfcheninfektion durch Husten und Niesen sowie durch infizierte Gegenstände.
Eine erfolgreiche Vorbeugung ist die Impfung gegen Katzenseuche, die in der Regeln zu den Standardimfungen von jungen Katzen gehört. Eine Behandlung der Katzenseuche bei bereits bestehender Erkrankung hat nur dann Chancen auf Heilung der Katze, wenn sie rechtzeitig und in einem frühen Stadium der Infektion durchgeführt wird.
Quelle
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Manufacturer:Ulmer (Eugen)
Released:September 2006
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