Dauerhafte Einträge
Spezielle Krankheiten gibt es nur bei Katzen. Dabei handelt es sich um all die typischen Krankheiten, gegen die auch geimpft wird. Diese typischen Katzenkrankheiten enden so gut wie immer tödlich. Bei allen handelt es sich um hoch ansteckende Krankheiten, die immer durch Viren verursacht werden (Behandlung mit Antibiotika/Penicillin nicht möglich!). Folgende Krankheiten sind unter “typische Katzenkrankheiten” zu zählen:

• FIP (Feline Infektiöse Peritonitis – Bauchfellentzündung)
– Virus: Familie der Coronaviren
– Ansteckung auf andere Katzen: ja (Tröpfcheninfektion)
– Gefahr für Menschen: keine
– Impfung: ja
• FeLV (Feliner Leukose Virus – Leukose)
– Virus: Retrovirus
– Ansteckung auf andere Katzen: ja (Tröpfcheninfektion)
– Gefahr für Menschen: keine
– Impfung: ja
• FIV
(Feliner Immundefiziens Virus – “Katzenaids”)
– Virus: Feliner Immundefiziensvirus (schätzungsweise Mutation des Leukosevirus)
– Ansteckung auf andere Katzen: ja (über blutige Verletzungen)
– Gefahr für Menschen: keine
– Impfung: nein
• Feline Parvovirose/Panleukopenie (Katzenseuche)
– Virus: Parvovirus
– Ansteckung auf andere Katzen: ja (Tröpfcheninfektion)
– Gefahr für Menschen: keine
– Impfung: ja
• Katzenschnupfen
– Virus: Herpes-,Calici-oder Reovirus; aber auch Mycoplasmen und Chlamydien
(Zwischenformen zwischen Viren und Bakterien)
– Ansteckung auf andere Katzen: ja (Tröpfcheninfektion)
– Gefahr für Menschen: keine
– Impfung:ja
Bei allen Katzenkrankheiten gilt, dass sie regelmäßig durch Impfung vermieden werden sollten, da sie nicht nur hoch ansteckende und tödlche Krankheiten sind (außer – schnelles Behandeln vorausgesetzt – Katzenschnupfen), sondern auch qual-und schmerzvolle, die meist auch noch langwierig sind!
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
Freitag, 4. Juni 2010
[Trigami-Review] Die kalte Jahreszeit ist nun endlich vorbei und nach diesem strengen Winter sind nun auch die Zecken wieder aktiv. Welcher Katzenbesitzer, der Freiläufer hat, kennt das Problem nicht. Was tun gegen die Plagegeister. Jeden Tag die Katze absuchen stellt sich oft als schwierig heraus. Ansonsten gibt es ziemlich viel Chemie um die Plagegeister von der Katze fern zu halten, ob als Halsbänder mit Insektizidbeschichtung oder Aufbringen von Insektiziden auf den Körper. Nicht jede Katze verträgt es und muss es wirklich immer Chemie sein ? Aber auch bei den homöopathische bzw. Naturheilmittel ist es nicht so einfach das passende zu finden. Aromaöle, die Zecken abhalten vertragen viele Katzen nämlich auch nicht.

Deshalb möchte ich heute eine weitere sehr natürliche Methode vorstellen, sozusagen ein natürliches Zeckenschutzmittel. Formel-Z der Firma Biokanol Pharma GmbH ist ein Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen und bietet einen natürlichen Zeckenschutz für Hunde und Katzen. Jetzt fragt sich natürlich jeder, wie soll das funktionieren. Im Grunde ist das Prinzip ganz einfach. Mit Formel-Z wird dem Tier gezielt B-Vitamine zugeführt. Diese besitzen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Eine dieser positiven Eigenschaften wirkt sich auf den Hautstoffwechsel aus. Und um es kurz zu fassen, die Veränderung des Hautmilieus, führt dazu, dass Zecken dieses nicht mögen und so von der Katze ferngehalten wird. Nun habe ich das Produkt nur ein paar Tage getestet und kann noch nicht wirklich behaupten, es wirkt. Da unsere Katzen eh wenig Zecken mitbringen, wird es vielleicht immer schwer sein, eine 100% Wirksamkeit festzustellen. Aber glücklicherweise hat Formel-Z bei unseren Katzen schon einen positiven Nebeneffekt erzielt. Sein ein paar Wochen plagt unsere Angel Katzenakne und in Verbindung mit verdünntem Wasserstoffperoxid zur Desinfektion und Formel-Z ist seit ein paar Tagen endlich eine spürbare Besserung zu Erkennen. Es scheint sich also wirklich auf Haut und Fell gut auszuwirken. Ein weitere Nebeneffekt ist, das unsere beiden älteren Katze, die von unseren beiden Kitten oft arg strapaziert werden, etwas ruhiger werden, nicht mehr ganz so nervös reagieren. Die Dosierung ist auch recht einfach, für Katzen je nach Gewicht 1 bis 2 Tabletten am Tag. Die Tabletten wirken im ersten Moment etwas groß, lassen sich aber sehr leicht in vier Teile zerkleinern und auch unsere Katzen, die fast keine Zähne mehr haben, können so problemlos die Stückchen zu sich nehmen. Der Geschmack scheint auch ok, das sie von unseren wählerischen Genießerkatzen akzeptiert wurden.
Wer Umfragen liebt, auf der Startseite der Homepage von Formel-Z kann man zur Zeit die Frage beantworten “Warum entscheiden Sie sich für einen natürlichen Zeckenschutz?” Für mich kommen glatt alle 5 Antworten in Frage.
Hier nun noch einmal eine Zusammenfassung:
POSITIV
– Formel-Z ist rein biologisch
– ungiftiger Schutz gegen Ektoparasiten (vor allem Zecken) ohne Chemie
– gesunde Haut und somit gesundes Fell
– Vorbeugung von Vitamin B-Mangelerscheinungen wie Appetitlosigkeit, Haarausfall und Nervosität
NEGATIV
– wie bei allen natürlichen Heilmittel, sieht man Erfolge nicht sofort und eine gewisse Unsicherheit bleibt
Jetzt zum Produkt
Samstag, 9. Januar 2010
Heute möchte ich einmal über die Analdrüsen der Katzen schreiben, da unsere Jeanny eine der wenigen Katzen ist, die ab und zu Probleme mit den Analdrüsen hat. Zum ersten mal trat dieses Problem vor ein paar etwa 3 Jahren auf. Wir kamen nach Hause und Jeanny saß ganz verkrampft da und konnte sich kaum bewegen. Wir natürlich sofort in Panik mit ihr zum Tierärztin. Diese tastete den Rücken ab, Wir dachten sie sei wieder irgendwo runter gefallen. In Schwanznähe plötzlich ein riesen Spritzer bis an die Wand und das Aha-Erlebnis bei der Ärztin. Nun drückte sich Analdrüsen noch richtig aus und Jeanny war wieder gesund. Vor ein paar Tagen dann wieder ähnlich. Jeanny saß etwas verkrampft da. Wie tippten diesmal gleich auf die Analdrüsen und schafften es sogar eine selbst auszudrücken. Kurze Besserung bei Jeanny, da aber diesmal noch eine Magenverstimmung dazu kam, musste die Tierärztin doch noch kommen und schaute sich auch nochmal die Analdrüsen an. Eine geübte Tierärztin kann dies halt doch besser. Sie entleerte die Drüsen noch einmal richtig. Nun was sind aber die Analdrüsen eigentlich und wozu braucht die Katze diese.
Die Analdrüsen geben ein Sekret in den Analbeutel ab und während die Katze “kackt” wird immer eine kleine Menge dieses doch sehr stark riechenden Sekrets mit ausgeschieden. Somit besteht die Aufgabe der Analdüsen daran, jeder Katze und ihrem Kot einen sehr individuelle Geruch zu verleihen. Damit kann jede Katze die eigene Visitenkarte hinterlassen und auch andere Katzen so identifizieren. So kann natürlich das Territoriums gut markiert werden. Es werden aber auch Pheromone abgesondert, was zur Signalisierung der Paarungsbereitschaft dient. Und nicht zuletzt dient es auch als Gleitmittel, damit der kot besser rausrutscht. Die Natur ist doch manchmal geniel. Die Analdrüsen befinden sich, wie der Name es schon vermuten läßt in der Nähe des Afters.
Die Analbeutel sind der eigentliche Teil, der mit dem Sekret verstopft und den man dann unter Umständen ausdrücken muss. Sie sitzen beiderseits im unteren seitlichen Bereich des Afters, unter dem äußeren Afterschließmuskel gelegenen Drüsensammelraum. Schaut man sich den Po der Katze an und denkt an eine Uhr, sitzen die Analbeutel auf 4 und 8 Uhr. Der Analbeutel hat eine Größe von 6 bis 8 mm. Wenn die Analbeutel stark gefüllt sind, kann man dies manchmal auch schin von außen erkennen. Bei Langhaarkatzen, wie bei unseren Maine-Coons allerdings eher nicht.
Den Analabeutel zu entleeren ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt und so richtig klappt das wohl erst nach viel viel Übung. Deswegen kann ich nur jedem empfehlen im Zweifelsfall den Tierarzt aufzusuchen. Wer es doch versuchen möchte sollte folgendes Beachten. Anzeichen dafür, dass die Analbeutel verstopft sind können sein; die Katze rutscht auf dem Hinterteil und versucht so den Analbeutel zu entleeren und so wie es bei unserer Jeanny war, ein verkrampftes Bewegen der Katze, so dass man den Eindruck hat, die hätte Lähmungserscheinungen. Bei manchen Katzen kann es zur regelmäßigen Notwendigkeit werden, die Analbeutel zu entleeren, man sollte aber vorsichtig sein, da das Ausdrücken eine zusätzliche Produktion anregt. Soll heißen: So oft wie nötig, so selten wie möglich.
Wie drückt man nun die Analbeutel am besten aus. Vielleicht sei noch erwähnt, dass das Ganze doch ziemlich ekelig werden kann, da das Sekret wirklich sehr stinkt und die Konsistenz derart ist, dass am besten kein guter Teppich in der Nähe ist. Am besten hat man eine Menge Papiertücher parat und dünne Handschuhe.
Die Katze sollte mit dem Po zu einem stehen, und der beste Ort ist das Bad oder noch besser die Dusche, damit die Katze nicht entwischen kann. Der Schwanz der Katze am besten nach oben halten. Die Analbeutel lassen sich nun als erbsengroße Schwellungen erfühlen. Mit Daumen und Zeigefinger drückt man vorsichtig entlang der Beutel von außen/unten nach innen/oben. Normalerweise kann man fühlen, wie sich das Sekret aus den Beuteln schieben lässt. Man sollte nicht zu fest drücken, sondern wirklich das Sekret vor sich her schieben. Drückt man einfach auf die Beutel drauf, verstopft der Ausgang noch mehr und der Katze tut das Ganze bestimmt auch weh. Am besten ist, man macht das Ganze zu zweit, da es auch ein wenig Koordination erfordert.
Neben der noch relativ unproblematischen Verstopfung der Analbeutel können aber auch eine Infektion der Analbeutel vorkommen. Wenn Analbeutel verstopft bleiben, können sich Abszesse oder Analfisteln bilden.
In ganz schlimmen Fällen kann es nötig sein, die Analbeutel operativ entfernen zu lassen. Neben den allgemeinen Risiken einer Operation kann Inkontinenz auftreten.
Wenn die Katze starke Schmerzen bei Berührungen um die Aftergegend zeigt, wenn offene Wunden zu sehen sind, wenn starke Schwellungen auftreten oder sonstige ungewöhnliche Veränderungen der Aftergegend. Wenn das ausgedrückte Sekret breiig schwarz ist, Eiter oder Blut enthält, sollte man unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
Eine Katze, deren Analbeutel nicht behandelt werden LEIDET !!! Dies kann sogar zu psychischen Störungen kommen bis hin zu selbstzerstörerischem Verhalten.
Unsere Jeanny hat alles zum Glück wieder gut überstanden. Nachdem sie 5 Tage nichts gefressen hat, ist sie wieder auf dem Weg der Besserung.
Freitag, 15. August 2008
Heute möchte ich mich einmal mit dem Thema Durchfall bei der Katze beschäftigen. Durch studieren meines Besucherzählers ist mir aufgefallen, das oft nach diesem Thema gesucht wird. Nun habe ich das Thema sicherlich in dem einen oder anderen Artikel schon angesprochen, aber hier zeigt sich schon das eigentliche Problem beim Durchfall. Der Durchfall bei der Katze ist meist nur ein Symptom einer Krankheit und weniger eine Krankheit selbst. Nun möchte ich hier einmal einige mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen aufzählen. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen etwas weiter.
Zunächst erst einmal eine gute Nachricht. Hält der Durchfall nicht wesentlich länger als 24 Stunden an, ist es relativ unproblematisch, das kann wie beim Menschen auch immer mal passieren. Man sollte aber bei Durchfall immer darauf achten, ob Blut mit im Spiel ist. Wenn ja sofort zum Arzt.
Als Auslöser für Durchfall bei der Katze kann man unterscheiden zwischen Viren, Bakterien oder Würmern (Parasiten aller Art), oder eben auch einfach durch eine Futterunverträglichkeit.
Dabei scheint die Futtermittelallergie wohl das kleinere Problem zu sein, da man dieser durchaus gut begegnen kann. Dazu verabreicht der Arzt über etwa 4 Wochen ein spezielles Allergiefutter, das frei von allergieauslösenden Stoffen ist. In dieser Zeit dürfen natürlich keinerlei andere Dinge zugefüttert werden (Leckerli). Hört der Durchfall dann auf, ist die Sache erst einmal klar. Nun muß man noch herausfinden, welches Futter die Allergie auslöst und schon hat man das Problem behoben. Naja klingt wahrscheinlich einfacher als es ist, denn es dauert schon seine Zeit und man muß extrem konsequent sein.
Um herauszufinden welche Viren, Bakterien oder Parasiten Grund für einen Durchfall bei Katzen sind, muß man eine Stuhlprobe zum Tierarzt bringen, der wiederum das ganze ins Labor schickt. bei Viren oder Bakterienbefall kann dann das passende Antibiotika verabreicht werden. Bei Parasitenbefall kann das ganze schon etwas komplizierter werden. In einem Artikel über Giardien wurde dies hier auch schon einmal besprochen.
Weitere Ursachen für Durchfall wären auch eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion. Dabei kommt es zu einer Unterversorgung mit wichtigen Enzymen. Dies läßt sich mit einer Untersuchung des Blutes feststellen und mit Tabletten relativ einfach beheben.
Nun zu einer Ursache, die jeder Katzenbesitzer eigentlich wissen sollte, ich werde sie trotzdem mal erwähnen. Es ist sicherlich bekannt, daß man Katzen nicht einfach Milch oder Milchprodukte als Futter anbieten sollte. Die meisten Katzen reagieren auf Milch mit Durchfall, da sie den Milchzucker nicht vertragen. Ihnen fehlt um Lactose zu verstoffwechseln das Enzym Lactase.
Allerdings gilt dies nur für Katzen, die nach dem Stillen über längere Zeit keine Milch bekommen haben, füttert man die Katzenbabies von Anfang an mit Milch weiter besitzen sie auch weiterhin dieses Entym. Es gibt auch viele Katzen, den man das Milchtrinken sozusagen wieder anerziehen kann. Sollte die Katze allerding mit starken Durchfall reagieren, sollte man dies nicht weiter verfolgen, die brauchen die Milch nunmal eben eigentlich nicht.
Weitere Ursachen für Durchfall haben wiederum mit dem Fressverhalten der Katzen zu tun. Knabbern an Zimmerpflanzen kann zu Durchfall führen, bzw. gibt es auch genügend giftige Pflanzen für Katzen, auch hier zu habe ich schon einen Artikel geschrieben. Auch normales Katzengras kann Durchfälle verursachen oder auch das Füttern direkt aus dem Kühlschrank. Füttert man seine Katzen nur mit rohem Fleisch, führt dies ohne Zugabe von z.B. Haferflocken auch zu Durchfall.
Es zeigt sich also, da Durchfall sehr viel mit der Ernährung zu tun hat. Sollten Viren, Bakterien oder Parasiten der Grund sein, kann man dies recht schnell mit dem Tierarzt abklären. Klar ist, Durchfall hat meist eine Ursache, die man auch bekämpfen sollte.
Dienstag, 22. Juli 2008
Helicobacter Infektion bei Katzen – Diagnose und Therapie
Heute möchte ich einmal über Bakterien schreiben, die höchstwahrscheinlich bei fast allen Katzen vorhanden sind und Symptome verursachen, die fast jeder Katzenbesitzer kennt. Wenn Katzen häufig erbrechen und zwar nicht die typischen Haarballen, oder weil sie Freigänger sind und Mäuse fressen, dann liegt das sehr oft an den Bakterien Helicobacter. Ich habe in einer Dissertation von Uta Brandenburg aus dem Jahr 2000 gefunden, daß die meisten Katzen (es wurden 100 frisch verstorbene Katzen untersucht) mit Helicobacter infiziert waren und zwar zu 84% mit Helicobacter heikmannii und zu 20 & mit Helicobacter felis.
Helicobacter sind winzige Bakterien in der Magenschleimhaut von Menschen und von Tieren und wurde Ende des 19. Jahrhunderts erstmals entdeckt. Erst in den 80iger Jahren wurde ein Zusammenhang zwischen diesen Bakterien und entzündlichen Veränderungen der Magenschleimhaut festgestellt und Anfang der 90iger Jahre wurde auch ein Zusammenhang zwischen Magengeschwüren oder Karzinomen und helicobacterartige Bakterien hergestellt. Auch bei den 100 untersuchten Katzen von Uta Brandenburg aus dem Jahr 2000 wurden in den meisten Fällen entzündliche Veränderungen im Magen festgestellt. Bei vielen Untersuchen wurde auch festgestellt, daß es einen erheblichen Verdacht gibt, daß diese Bakterien vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Neben dem Erbrechen können auch Durchfall bei Katzen ein Symptom für den Befall mit Helicobacter darstellen.
Da es viele verschiedene Arten von Helicobacter gibt, ist eine Diagnose und Therapie manchmal sehr schwer. Bis vor einigen Jahren stand zur Diagnose nur die Magen- bzw. Dünndarmschleimhautbiopsie zur Verfügung, mittlerweile gibt es den für menschliche und tierische Patienten weit aus weniger belastenden serologischen Antiköper-Nachweis. Dafür stehen die Verfahren ELISA, KBR und Immunoblot zur Verfügung, als sicherste Methode zeigte sich bisher die Untersuchung mittels Immunoblot.
Wie kann ich im Vorfeld schon auf eine Helicobacter-Infektion schließen. Meist bei chronischen, also über Monate andauernde Durchfälle, besonders aber bei morgendlichem Galleerbrechen bzw. Erbrechen obwohl das Futter gut über den Tag verteilt wird. Die meisten Katzen haben ansonsten aber eben ein gutes Allgemeinbefinden und deshalb macht man sich vielleicht auch keinen Kopf darum.
Therapiert wird eine Helicobacter-Infektion mit Antibioktika und Protonenpumpeninhibitor,also Säurehemmer über einen Zeitraum von mehreren Tagen oder Wochen. Diese Therapie ist in vielen Fällen erfolgreich, auch wenn ein erneuter Befall nicht ausgeschlossen werden kann.
Sonntag, 29. April 2007
Einführung:
Galten Giardien (Giardia sp.) bis vor kurzem noch als exotische Infektionskrankheit in Massentierhaltungen oder Tierheimen in südlichen Gefilden, sind in den letzten Jahren rapide ansteigende Fälle auch in Deutschland zu verzeichnen. Dabei sind nicht nur immer Tierheime oder Massentierhaltungen mit kalt-feuchtem Milieu betroffen, sondern zunehmend auch private kleine Katzenhaushalte. Giardien sind nicht wirtsspezifisch, d.h. sie kommen z.b. auch bei Kaninchen, Mensch, Hund und Katze vor. Zieht z.b. ein symptomfreies infiziertes Kitten ein, kann es schnell durch den Umzugsstress oder Impfung zum Ausbruch der Krankheit und zur Ansteckung aller Tiere im Haushalt kommen.
Allgemeines:
Bei Giardien handelt es sich um Einzeller aus der Gattung der Flagellaten (Geißeltierchen). Sie bilden dort eine eigene Gattung. Sie haben 8 Geißeln, mit denen sie sich fortbewegen, sowie 2 Kerne. Sie sind mikroskopisch kleine Durchfallerreger. Mit einer Haftscheibe haften Sie sich an die Darmschleimhaut des Wirtstieres und ernähren sich von kohlenhydratreicher Nahrung. Man unterscheidet vegetative Stadien (Trophozoiten) von Dauerformen (Zysten). Sie dringen also nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut und können diese dadurch auch zerstören. Um andere Lebewesen befallen zu können, umgeben sich jeweils zwei Trophozoiten mit einer schützenden Hülle, zweiteilen sich in vier Kerne und lassen sich als Zyste mit dem Kot nach außen transportieren.
Entwicklung und Lebenskreislauf:
Während die im Darm lebenden Formen, die Throphozoiten, die lebende Form darstellen, geschieht die Weiterverbreitung über den Kot nur der ansteckenden Form, der sogenannten Zysten. Werden die Zysten von einer Katze oder einem Mensch oral aufgenommen entstehen im Körper wieder Trophozoiten, welche dann wieder die zweite Lebensform bilden. Ein ständiger Kreislauf …. Trophozoiten im Darm müssen nicht unbedingt eine Erkrankung auslösen. Man spricht dann von einem symptomlosen Ausscheider, der jedoch ansteckende Zysten im Kot absetzt. Der Nachweis von Zysten im Kot gelingt erstmals frühestens 5 Tage (-16 Tage) nach der Infektion.
Die Zysten sind in der Außenwelt 3-4 Wochen infektiös, überleben aber in feuchter und kalter Umgebung bis zu 2 Monate. Sie sind gegenüber herkömmlichen Desinfektionsmitteln resistent und können zuverlässig nur mit einem Heißdampfreiniger bekämpft werden mit über 70 Grad C. Es soll aber schon einzelne hitzeresistente Stämme geben. Sie werden auf fäkal-oralem Weg auf neue Wirte übertragen.
Symptome:
Meist sind Jungtiere befallen oder ältere Tiere, deren Immunsystem durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Aufgrund des noch nicht voll ausgebildeten oder geschwächten Immunsystems sind diese Tier anfällig. Im Normalfall wird eine Infektion durch das Immunsystem nach wenigen Wochen spontan eliminiert. Lokal produzierte oder durch Muttermilch aufgenommene IgA Antikörper wirken schützend, indem sie die Fähigkeit der Giardien, sich an die Darmschleimhaut zu heften, blockieren. Weiterhin wirken die IgA Antikörper als Zellgift auf die Trophozoiten. Chronische Infektionen findet man oft in Verbindung mit einer Hypogammaglobulinämie (Gammaglobulinmangel im Blut – feststellbar durch Serumelektrophorese).
Falsche Ernährung (Trockenfutter) oder eine geschwächte Darmflora der Katze begünstigen die Infektion. Dabei treten akute oder chronische breiige oder dünnflüssige wechselnde Durchfälle auf. Diese weisen oft einen penetranten Geruch auf und können hellgelb sein. Oft sind sie auch mit Schleim oder Blut durchsetzt. Auch Erbrechen oder Fieber können Hinweise auf die Krankheit sein. Das Wachstum des Jungtieres stagniert, oft verlieren sie auch Gewicht, obwohl sie mit großem Appetit fressen.
Diagnose:
Der Nachweis der Giardien im Kot ist sehr schwer, da sie nicht mit jedem Kot ausgeschieden werden. Oft beginnt die Ausscheidung erst 2-3 Tage nach Beginn des Durchfalls. Es ist angeraten über 5-7 Tage Kot zu sammeln und zwischenzeitlich im
Kühlschrank aufzubewahren. Heutzutage kann man mittels zwei Testverfahren die Giardien nachweisen: Anreicherung durch Flotation mit dem MIFC-Verfahren oder der indirekte Antigennachweis (ELISA) Entweder erfolgt die Abgabe der Kotprobe beim Tierarzt sofort oder man schickt die Proben selbst in ein geeignetes Labor. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Laboklin gemacht. Dort kostet ein Test zur Zeit allerdings pro Probe 23,95 EUR. Diese Untersuchung ist aber viel zuverlässiger als die Schnelltests vor Ort beim Tierarzt. Nach der Behandlung sollte ein erneuter Test erst 4 Wochen nach Ende erfolgen, da es sonst zu einem falsch-positiven Befund kommen kann. Die Bruchstücke der toten Giardien werden noch bis zu 4 Wochen ausgeschieden und könnten im ELISA zu einem positiven Ergebnis führen. Es empfiehlt sich ausserdem nach 4-6 Monaten nochmals den gesamten Katzenbestand nachtesten zu lassen.
Was tun bei positivem Befund?
Grundsätzlich sind Giardien so ansteckend, daß alle Tiere im Haushalt (auch Hunde) mitbehandelt werden müssen. Ausserdem handelt es sich um eine Zoonose, so daß bei geringstem Verdacht und Symptomen wie Durchfall, auch der Mensch getestet werden sollte. Es gibt zwei verschiedene Medikamente, die heute bei Giardien Anwendung finden:
Wirkstoff: Metronidazol enthalten in Flagyl®, Clont®, Stomorgyl® Metronidazol tötet die Giardien nicht, sondern hemmt nur die Vermehrung. Es treten einige nicht zu vernachlässigende Nebenwirkungen auf, wie z.b. starkes Speicheln nach der Gabe der Tablette. Ich selbst habe es nicht geschafft, den Tieren diese Tabletten zu verabreichen.
Dosierung: 25-30 mg/kg Körpergewicht 2x täglich über 5-10 Tage
Wirkstoff: Fenbendazol Panacur (Zulassung in Bezug auf die Giardien nur für Hunde) Panacur gibt es als Paste oder in Tablettenform mit 250 bzw. 500 mg Wirkstoff. Die Tabletten sind geschmacklos und lassen sich mit etwas Malzpaste oder Käsepaste bestrichen wie Lekkerli verabreichen.
Dosierung: 50 mg/kg KGW 1x täglich über 5 Tage – 3 Tage Pause – Wiederholung der Gabe über 5 Tage – ggfs. – wenn die Katze weiter Durchfall hat – nach 3 Tagen nochmalige Gabe über 5 Tage sowie nach 4-6 Monaten.
Giardien können sich in den Gallengang der Katze zurückziehen und weiter Neuinfektionen nach einer Zeit von 9-42 Tagen auslösen. Daher erfolgt die Panacur Gabe im zeitlichen Intervall wie oben beschrieben. Auf beide Medikamente haben sich allerdings bereits Resistenzen gebildet und man kann leider nur von einer Wirksamkeit von ca. 70 – 75 % ausgehen. Beide Medikamente greifen nicht nur die Parasiten sondern auch die Darmflora an. Deshalb sollte zeitgleich während der Behandlung sowie mindestens 4-8 Wochen nach der Behandlung die Darmflora mit natürlichen Darmbakterien unterstützt werden.
Ernährung:
Für alle Giardienfälle gilt: Sofort Trockenfutter weg! Die betroffene Katze über Nacht erstmal nicht mehr füttern und dann mit leicht verdaulicher Diätnahrung beginnen. Gekochtes Hühnchen, magerer Fisch oder Kalbfleisch mit 1 Eßl. gekochtem Reis und 1 Eßl Hüttenkäse in kleinen Portionen füttern. Man kann nach ein paar Tagen auch 1 Eßl Kartoffelbrei ohne Milch unterrühren. Auch Joghurt oder Quark können in kleinen Mengen gefüttert werden. Nimmt die Katze kein selbstgekochtes Futter an, füttert man spezielles Diätfutter vom Tierarzt wie z.b. Hills i/d oder Royal Canin Intestinal. Dort ist auch immer erstmal für 4-8 Wochen Nassfutter zu bevorzugen. Man kann dieses Futter auch online im Internet auf Vorrat bestellen. Es hat sich bewährt, Heilerde oder Luposan Moorliquid unterzurühren. Sie helfen die schädlichen Keime aus dem Darm zu verbannen. Für die Darmflora gibt man Symbio Pet täglich ins Futter.
Hygienmaßnahmen:
Da die Infektion durch die Weiterverbreitung der Giardien durch die ausgeschiedenen Zysten erfolgt, ist eine gute Hygiene notwendig, um den Kreislauf zu durchbrechen. Mit dem Dampfreiniger möglichst täglich alle Böden, besonders vor den Katzenklos reinigen. Der Durchfall ist möglichst sofort zu entfernen und im akuten Krankheitsstadium eine tägliche Reinigung des Katzenklos mit heißem Wasser, Dampfreiniger und Wodka vorzunehmen. Die Streu dabei auch austauschen. Die Schlafplätze der Katzen kann man mit alten Handtüchern abdecken und diese täglich bei mind. 75 Grad C waschen. Auch kann man Kratzbaum und sonstige Schlafplätze gut mit dem Dampfreinger behandeln. Schlafen die Katzen im Bett so ist empfohlen die Bettwäsche alle 3 Tage bei mind. 75 Grad C zu waschen. Bei Langhaarkatzen kann man überlegen die Katzen zu baden…aber nicht jede Katze läßt sich das gefallen. Und der wirkliche Nutzen sei dem Stress für das Tier einmal gegenüber gestellt. Wir haben auf die tägliche Reinigung der Katzenklos verzichtet und nur wechselweise alle 3 Tage das Streu komplett gewechselt. Ausserdem haben wir die Katzen nicht gebadet. Steht ein Trinkbrunnen zur Verfügung sollte dieser erstmal entfernt werden. Giardien Zysten sind im Wasser 2 Monate überlebensfähig. Die Näpfe und Trinkgefäße sollten täglich gewechselt und bei mind. 75 Grad C in der Spülmaschine gewaschen oder ausgekocht werden.
Impfung:
Es gibt in USA eine Giardien Impfung. Aber wie bei jeder Impfung sollte hier Nutzen und Schaden gut gegeneinander abgewogen werden.
Weiterführende Links:
www.laboklin.de
www.intervet.de/news/
www.catgirly.de/Krankheiten/giardien.htm
Dienstag, 17. April 2007
Heute möchte ich mich einmal mit dem Thema beschäftigen, ob die mobile Tierarztpraxis wirklich eine gute Lösung ist, oder ob die Risiken vor allem für die Tiere eher sehr hoch einzuschätzen sind. Wir standen neulich vor dem Problem, daß unsere beiden Katzen mal wieder geimpft werden müssen. Da unsere beiden Maine-Coons immer sehr gestresst werden, wenn sie mit dem Auto (Autofahren ist wirklich grauenvoll für sie) fahren müssen und auch der Besuch selbst beim Tierarzt nicht als angenehm gilt, kann es schon einmal vorkommen, daß wir die nötigen Impfungen immer weiter nach hinten schieben. Nun war es schon über 2 Jahe her und wir mußten einfach handeln. Dazu kam noch die Angst von uns selbst, da unsere kleine Aimee nach ihrem ersten Arztbesuch an FIP erkrankte und daran auch starb. In dieser Situation sprang uns eine Anzeige in der Zeitung ins Auge – der mobile Tierarzt. Dies schien für uns nun die optimale Lösung. Die Katzen müssen kein Auto fahren und der Stressfaktor ist auf ein Minimum reduziert. Also schritten wir zur Tat. Und auch wirklich, unsere beiden fanden den Besuch der Tierärztin eher interessant, als stressig und die kleine Spritze und das bisschen Untersuchen, ließen sie auch ohne große Probleme über sich ergehen. Im Nachhinein und durch Einwände Außenstehender machten wir uns aber doch auch einmal über die Risiken eines solchen Besuches Gedanken. Und an erster Stelle steht dabei einfach die Hygiene. Sicherlich ist es so, daß die Hygiene in einer Arztpraxis einfach besser realisiert werden kann. Dort hat man alle nötigen Mittel und auch die Umgebung ist so angepasst, daß sie sich gut und schnell immer wieder reinigen läßt. Der Arzt, der von kranken Tier zu kranken Tier fährt, hat natürlich auch die Möglichkeit sich selbst nach jedem Besuch zu "desinfizieren". Trotzdem muß man feststellen, daß er sich immer auch in die Umgebung des kranken Tiers begibt und so die Aufnahme von Krankheitserregern wahrscheinlicher ist, als in einer Tierarztpraxis.
Letztendlich sollte man die Vorteile genau gegen das Risiko abwegen. Ist es wirklich nicht möglich die Katzen selbst in die Tierarztpraxis zu bringen ? Vor allem sollte man zu allerletzt an seine eigene Bequemlichkeit denken. Wenn es dann jedoch nicht anderes möglich ist, sollte man sich nicht scheuen, den Tierarzt zu fragen, welche Tiere er zuvor besucht hat, ihn auch darum bitten, seine Schuhe auszuziehen und wenn möglich nochmal vorher das Badezimmer aufzusuchen. Trotz alledem finde ich den Service des mobilen Tierarztes eine gute Sache. Es gibt immer wieder Tiere, für die der Transport schwerer wiegt, als die Ansteckungsgefahr. Auch ältere Menschen haben oft nicht mehr die Möglichkeiten, ihre Kätzchen einfach mal schnell zum Tierarzt zu fahren. Und wenn die Tierärzte sich dem Risiko bewusst sind, daß sie potenzielle "Übertragungsquellen" darstellen, sollte es möglich sein Risiko weitestgehend einzuschränken. Falls ich hier noch weitere Vor- oder eben auch Nachteile vergessen haben, scheuen Sie sich nicht, mir eine Email zu schreiben, und ich werde dieses Artikel gern noch erweitern.
Samstag, 27. Januar 2007
Die Kastration einer Katze ist die einfachste und sicherste Methode gegen ungewollte Katzenbabies. Die Kastration eines Katers, wenn er in der Wohnung gehalten wird, ist eher unerlässlich. Die Urin-Markierungen eines unkastrierten Katers sind vom Geruch her auf Dauer unerträglich!
Es hält sich leider immer noch das Gerücht, daß eine Katze erst kastriert werden könnte, nachdem sie einmal kleine Katzen gehabt hatte. Diese Behauptung entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. Um konsequent ungewollte Schwangerschaften bei Katzen zu verhindern, sollten die Tiere bereits vor Beginn der Geschlechtsreife kastriert werden. Wie haben unsere Angel sofort zum Tierarzt gebracht, nachdem sie sich „rollend“ vor uns hingeschmissen hat , und ich denke wir haben ihr damit viel erspart, aber vor allem auch uns.
Katzen sind sehr fruchtbar und die Nachkommen eines Katzenpaares erreicht schnell mehre Millionen, wenn der Mensch nicht einschreiten würde. Da es auch in Deutschland immer mehr verwilderte Hauskatzen gibt, die z. B. auf leeren Fabrikgeländen hausen, sollte jeder Katzenbesitzer mit diesem Thema verantwortlich umgehen und die Katzen und Kater schnellst möglich kastrieren, wenn sie sich um den Nachwuchs nicht kümmern können. Hinzu kommt, daß durch verwilderte Katzen Infektionskrankheiten wie Leukose oder FIV – Katzenaidssich massenhaft ausbreiten.
Bergriffe Kastration und Sterilisation Die Kastration ist die operative Entfernung der der Hoden bzw. der Eierstöcke. Bei der Katze wird oft auch ein Teil der Gebärmutter oder auch die gesamte Gebärmutter aus dem Bauchraum herausoperiert. Bei der Sterilisation werden lediglich die Samenstränge bzw. die Eileiter durchtrennt und die Tiere sind damit unfruchtbar. Der Vorteil der Kastration liegt genau darin, daß die Tiere nicht nur unfruchtbar sind, sondern auch ihren Fortpflanzungstrieb verlieren. Das typische, oft eher stressige (Bisse, Prügeleien usw.) hormongesteuerte Verhalten wird eingestellt. Somit wird das Zusammenleben der Katzen aggressionsfreier, die Ansteckungsgefahr für Infektionskrankheiten wird geringer und natürlich wird auch unerwünschter Nachwuchs verhindert. Auch für den Menschen hat es einen Vorzug, weil kastrierte Tiere oft eine stärkere Menschenbezogenheit haben und auch die Lebenserwartung für die Tiere steigt. Unkastrierte Kater entlaufen oft bei Einsetzen der Geschlechtsreife, weil sie dem Geruch eines Weibchens folgend oft viele Kilometer zurücklegen. Oftmals enden solche Ausflüge auch unter einem Auto.
Geschlechtsreife der Katzen und Kater Wann werden nun Kater und Katzen geschlechtsreif und wie erkenne ich es, um die Kastration rechtzeitig durchführen zu können ? Katzen werden generell früher geschlechtsreif als Kater. Bei Katzen kann dies im Extremfall schon nach 3 bis 4 Monaten der Fall sein, auch wenn in der Regel eine Katze mit 6 bis 9 Monaten geschlechtsreif wird. Vor allem bei einen Langhaarrassen kann es noch etwas später der Fall sein. Wenn man im Internet nach diesem Thema sucht, findet man Angaben zwischen 3 und 12 Monaten. Unsere kleine Angel (Maine-Coon) wurde mit 8 Monaten geschlechtsreif und lag somit im gutem Mittelfeld . Bei Katern variieren die Angaben zwischen 6 und 13 Monaten.
Vor- und Nachteile der frühen Kastration Ein Nachteil liegt sicherlich darin begründet, daß Katzen und Kater mit 3 bis 6 Monaten oft noch nicht ausgewachsen sind. Dies führt eventuell zu Problemen bei der richtigen Dosierung der Narkose. Auch sind die Geschlechtsteile oft noch sehr klein und die Operation erfordert mehr Geschick. Ein erfahrener Tierarzt kann diese Probleme aber gut in den Griff bekommen. Die Vorteile dagegen überwiegen bei weitem. Die Operation ist meist kürzer, da die Tiere noch kleiner sind, braucht man weniger Narkosemittel, was sich letztendlich auch bei den Kosten niederschlägt. Aber wichtiger sind sicherlich die Vorteile für die Tiere selbst. Die Operation ist oft einfacher, da die Keimdrüsen noch frei liegen und noch nicht von Fettgewebe überlagert sind, dadurch gibt es weniger Komplikationen wie Blutungen. Die Tiere sind meist schneller wieder fit und das Risiko von Gebärmutterkrebs sowie anderen Krebsarten geht gen Null, wenn das Tier nie rollig war.
Auswirkungen einer Frühkastration Früh kastrierte Katzen und Kater werden etwas größer, aber der Unterschied ist oft kaum sichtbar und sicherlich nicht von Nachteil. Der Grund liegt wohl darin, daß das Wachstum mit der Geschlechtsreife hormongesteuert ist. Setzt die Rolligkeit nicht ein, schreitet das Wachstum länger fort. Macht jede Kastration dick? Leider muß man diese Frage oft mit ja beantworten. Die Gefahr besteht für alle kastrierten Katzen und Kater, da ihnen nicht etwa der Jagdtrieb verloren geht, sondern eben der Geschlechtstrieb. Ihnen fehlt also eine Antriebsquelle, sie werden ruhiger und auch bequemer. Somit verbrauchen sie weniger Energie und sie können dick werden, wenn ja wenn der Katzenbesitzer nicht auf das Gewicht achtet. Andererseits is es wohl so, daß Katzen nicht wie Hunde nicht so sehr gesundheitlich unter etwas Übergewicht leiden. Bei unseren beiden Katzen haben wir beides erlebt. Unsere Jeanny ist nach der Kastration etwas dicker geworden, was ihrer Ausstrahlung aber in keinster Weise schadet, während unsere kleine Angel rank und schlank geblieben ist, obwohl wir an der Fütterung nichts geändert haben. Beinflußt die Frühkastration auch das Verhalten der Tiere ? Auch diese Frage muß man mit ja beantworten. Allerdings wird es dem Katzenbesitzer nicht auffallen. Denn durch die Frühkastration wird eher die Verhaltensänderung einer Katze mit einsetzender Geschlechtsreife verhindert. Das heißt die Tiere verändern ihr Verhalten nicht, wie es normalerweise aber der Fall wäre. Die Tiere bleiben meist verschmust, wie sie es immer waren und sie bleiben auch verspielter. Sie werden sich nicht weiter als bisher vom Haus entfernen und sie werden auch weiterhin guten Kontakt zu Artgenossen haben, natürlich nur, wenn sie dies auch vorher schon hatten. Ich denke dies ist weder für die Tiere noch für den Menschen von Nachteil.
Letztendlich kann man nur feststellen, daß eine frühzeitige Kastration keine nennenswerte Nachteile besitzt, dafür aber wirklich nicht zu übersehnde Vorteile.
Donnerstag, 25. Januar 2007
Sie kennt jeder Katzenfreund. Ähnlich wie der Floh, lebt auch sie vom Blut ihres Opfers. Häufig tritt sie in den Spätsommermonaten auf. Die Zecke sitzt auf Sträuchern und Gräsern und wird durch die Wärmeausstrahlung sowie C0-2-haltiger Luft (durch Geruchswahrnehmung) und den verursachten Vibrationen vorbeistreifender Tiere angezogen. Sie lässt sich in das Fell der Katze fallen oder kriecht dorthin. Mit den Beißwerkzeugen bohrt sie sich in die Haut. Zecken können, ebenso wie Flöhe, verschiedenste Krankheitserreger auf die Katze übertragen: neben Borrelien sind dies Ehrlichien (das sind Bakterien) und die Babesien (hierbei handelt es sich um einzellige Blutparasiten). Glücklicherweise sind ernsthafte Ehrlichiose- bzw. Babesiose-Erkrankungsfälle in Deutschland noch sehr selten – doch der "Katzen- und Hundetourismus" stellt hier ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential dar. Die am weitesten verbreitete Zecke in Deutschland ist der sogenannte Holzbock.
Nachdem die Zecke sich auf der Katze eingenistet hat, lässt sie sich noch einige Minuten Zeit. Danach sucht sie einen geeigneten Platz, die Suche kann einige Stunden dauern, bevorzugt werden von ihr warme u. geschützte Bereiche an Brust, Hals und Nacken. Das Andocken braucht deshalb solange, weil es ja möglichst unauffällig passieren soll – die Zecke hat schließlich vor, hier mehrere Tage zu verweilen. Für eine ausreichend große Mahlzeit braucht sie nämlich zwischen vier und 10 Tagen. Damit sie in der Zeit nicht entdeckt wird, bildet sich im Zeckenspeichel gerinnungshemmende Substanzen sowie Stoffe, die entzündungshemmend und lokal betäubend wirken, zudem Materialien, die die Zecke regelrecht in der Haut der Katze verankern.
Letzteres ist auch der Grund dafür, weshalb sich angezogene Zecken so schwer entfernen lassen: deshalb immer mit der Zeckenzange entfernen, auf alte Hausrezepte verzichten!
Symptome:
Wie beim Flohbefall. Stirbt eine Zecke in der Haut ab, kommt es zu schweren Entzündungen.
Therapie:
Entfernen der Zecke mit einer Zeckenzange. Damit ist es sehr simpel, die Zecke vernünftig zu entfernen. Die Kosten liegen bei ca. 3-5 Euro. Entfernen der Zecke: Fasse die Zecke weit vorne am Kopfansatz und ziehe sie mit einem Ruck aus der Haut. Darauf achten, dass der Kopf nicht stecken bleibt, da es sonst zu Entzündungen kommen kann.
Prophylaxe:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Katze vor (massivem) Zeckenbefall zu schützen. Zum Beispiel: - Durch das Aufbringen von Insektiziden auf ihren Körper (Spot-On)
- oder Kontaktinsektizide als
Pump-Spray
- oder Halsbänder mit
Insektizidbeschichtung
- oder homöopathische bzw.
Naturheilmittel (nur bedingt z.B. Aromaöle, die aber meist nicht gut von
der Katze vertragen werden)
- und natürlich das
regelmäßige gründliche Absuchen des Katzenfells
Quelle
Samstag, 20. Januar 2007
Der Katzenfloh (Ektoparasiten) (Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Er ist 1,5 bis 3 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt. Der Katzenfloh hält sich auf oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf, kann aber auch vorübergehend auf den Menschen oder andere Tiere übergehen. Im Frühsommer erwachen die Flöhe aus dem Winterschlaf und entwickeln sich über Ei-, Larven- und Puppenstadium zu geschlechtsreifen Flöhen. Sie trinken das Blut der Katze und verkriechen sich anschließend in der unmittelbaren Umgebung wie den Schlafplätzen der Katzen um Eier abzulegen. Befruchtete Weibchen legen bis zu 50 Eier in die direkte Umgebung der Schlafstätten ihrer Wirtstiere ab. Nach 4 bis 5 Tagen schlüpfen die Larven und benötigen dann bald ein Wirtstier. Nur knapp 1% der Flöhe sitzen auf dem Tier, während die anderen sich in der meist nicht behandelten Umgebung aufhalten. Die Haut wird durch die Flohbisse verletzt und der Flohspeichel kann Entzündungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Die Folge sind stark juckende Pusteln und Hautveränderungen, Allergien und bei sehr stark befallenen Katzen auch Blutarmut.
Wie erkenne ich einen Flohbefall: Wenn sich Ihre Katze häufiger kratzt, manchmal auch plötzlich aus dem Schlaf aufschreckt und sich hektisch ins Fell beißt, sollten sie das Fell und die Haut kontrollieren. Meist erkennt man auf der Haut bereits vereinzelte rötlich gefärbte und oft vorgewölbte Flohstiche, die häufig in einer Reihe liegen. Bei dunklem Fell fallen evtl. die hellen Eier auf, bei hellem Fell kann der dunkelbraune Flohkot zu sehen sein. Halten Sie Ihre Katze über ein helles Waschbecken oder ein weißes, feuchtes Tuch, rubbeln sie ihr Fell kräftig mit und gegen den Strich. Finden Sie danach Flohkot (kleine dunkle Punkte, die bei Kontakt mit Wasser rote Flecken hinterlassen) dann können Sie sicher sein, dass Ihre Katze Flöhe besitzt.
Wie bekämpfe ich Flöhe bei meiner Katze: Hierzu zitiere ich eine Breicht des BUNDESVERBAND PRAKTISCHER TIERÄRZTE e.V.
Flohzirkus Ein Floh im Fell! Das kann dem gepflegtesten Hund, der edelsten Katze passieren. Wird er gleich entdeckt und eliminiert, ist das Problem gebannt. Oft aber entwickelt sich nur all zu rasch ein wahrer Flohzirkus, der für Tier und Mensch zur Plage wird. Mit Flohhalsband, Spray, Puder oder Shampoo wird dann emsig an der Fellfront gekämpft, doch nicht immer wollen die Lästlinge weichen. Nur zum Teil liegt dies daran, daß sich resistente Flohstämme von bestimmten chemischen Keulen nicht mehr erschlagen lassen. Oft ist die gewählte Zubereitung für das betreffende Tier nicht geeignet oder sie wird nicht im vorgeschriebenen Zeitabstand angewandt. Wichtig ist, daß das Präparat jede Körperstelle erreicht. Mit Tropflösungen, deren Wirkstoff über den Blutweg in der gesamten Haut verteilt wird, ist dies gerade bei langhaarigen und großen Fellgenossen zuverlässiger zu erreichen als mit Sprays oder Puder. Ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher Flohbekämpfung ist die Einbeziehung der Tierumgebung. Flöhe sind temporäre Parasiten, die sich nur zur Blutmahlzeit auf dem Wirt einfinden. Rund 90 Prozent der erwachsenen Flöhe und ihrer Brut halten sich in Bodenritzen, Teppichen und je nach Erziehungsprinzip auch in den Betten der Tierbesitzer auf. Werden sie dort nicht zuverlässig ausgerottet, kommt es zu ständigem Neubefall, der jede Flohbekämpfung am Tier zur Makulatur werden läßt. Das Bodenreservoir kann mit Insektenvernichtern in Form von Umgebungssprays und Raumverneblern bekämpft werden. Viele Präparate können jedoch nur die ausgewachsenen Flöhe erreichen und lassen ihre Brut unbehelligt. Sie müssen daher in regelmäßigen Abständen angewandt werden, um die nachwachsenden Flohgenerationen abzutöten Es wurden deshalb biochemische Wirkstoffe entwickelt, die auch den Entwicklungszyklus der Flohbrut unterbrechen können. Die chemische Behandlung von Wohnräumen sollte grundsätzlich sparsam und gezielt und unter strikter tierärztlicher Anleitung erfolgen. An der Bodenfront sollte deshalb auch mit intensiven mechanischen Reinigungsverfahren gekämpft werden. Wirkungsvoll ist der tägliche Staubsaugereinsatz, wenn der Staubfangbeutel etwas Flohpuder enthält und häufig gewechselt wird. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Stammliegeplätze von Hund und Katze mit waschbaren Textilien auszulegen und diese in kurzen Abständen zu waschen. Wer ohne chemische Raumbelastung auskommen will, kann nun auch auf eine hormonelle Bekämpfungsstrategie setzen. Den Haustieren wird ein Präparat verfüttert, das sich in deren Blut anreichert. Flohweibchen, die den Wirkstoff mit ihrer Blutmahlzeit aufnehmen, können keine entwicklungsfähigen Eier produzieren. Die Anwendung ist für den Menschen und seine Haustiere völlig nebenwirkungsfrei. Grundsätzlich sollte nicht vergessen werden, daß ein massiver Flohbefall bei Haustieren meist auch eine Bandwurminfektion nach sich zieht. Infizierte Flöhe übertragen die Bandwurmeier, wenn sie von Hund oder Katze zerbissen und abgeschluckt werden. Der Tierarzt kann die Bandwurminfektion im Kot nachweisen und gezielt behandeln.
Antiparasitikum gegen Flöhe – ADVANTAGE 40 f. Katzen Injektionssuspension zur Flohbekämpfung – PROGRAM Suspension 133 mg FRONTLINE Spot – Arzneimittel gegen Flöhe, Zecken, Haarlinge
 | Autos:Christine Klinka
Manufacturer:Müller Rüschlikon
Released:Mai 2003
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Samstag, 20. Januar 2007
Pflanzen und Blumen in Wohnung und Garten sind in den meisten Haushalten unverzichtbares Dekor. Leider vergessen viele Katzenbesitzer dabei aber, daß sie für unsere kleinen "Familienmitglieder" oft äußerst giftig sind und sogar zum Tode führen können. Jeder Katzenbesitzer weiß, wie neugierig ihre kleinen Lieblinge sein können, und daß sie alles erst einmal anknabbern müssen. Hat Ihre Katze keine Möglichkeit an Katzengras zu knabbern, kann es auch passieren, daß sie sich an andere Pflanzen heranmacht. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen giftig und welche ungefährlich für die Katze sind.
Dabei gibt es Pflanzen, die grundsätzlich giftig sind, wie Lilien und es gibt Pflanzen, bei denen nur Teile wie Blätter, Samen, Wurzeln oder Knollen gefährlich werden können. Falls man es doch nicht vermeiden kann, solche Pflanzen in der der Wohnung zu haben (wenn man sie z.B. geschenkt bekommt, sollte man sie wenigstens außer Reichweite stellen).
Nun kann es natürlich passieren (gerade bei Freiläufern), daß die Katze doch einmal eine gifte Pflanze anknabbert. Symptome für eine Vergiftung sind: Erbrechen , Durchfall , Krämpfe, Speicheln, Zittern, Gleichgewichtsstörungen , Atemnot, Bewusstlosigkeit , Nickhautvorfall. In diesem Fall sollte man schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Dabei kann es natürlich nur hilfreich sein, zu wissen, um welche gifte Pflanze es sich handelt.
Die wichtigsten giftigen Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge:
(Info:Viele Pflanzen haben mehrere Bezeichnungen bzw. Namen, daher Wiederholungen möglich!)
Ackerveilchen
Adonisröschen
Adventsstern
Alpenveilchen
Agave
Aglaonema
Aloe
Amaryllis
Ampelkraut
Anemonen
Anthurien
Aprikose(Kerne)
Aronstab
Asparagus
Alokasie
Azaleen | Bärenklau
Begonien
Berberitze
Berglorbeer
Besenginster
Bittersüßer Nachtschatten
Blutblume
Bogenhanf
Bootspflanze
Browallie
Bromelie
Brunfelsie
Buchsbaum
Buntblatt
Buntnessel
Blaustern
Blauregen
Breitblättrige Kalmie
Bilsenkraut
Bohnen
Brennender Busch | Calla
Chlivia
Christrosen
Christusdorn
Chrysanthemen
Clematis
Cotyledon
Dieffenbachie/Diefenbachia
Dipladenie
Dolden-bzw.Scheinrebe
Eberesche
Edelweiß
Einblatt
Efeu
Efeutute
Eiben
Eisenhut
Enzian
Engelstrompete | Farne
Fatsia japonica
Feldstiefmütterchen
Fensterblatt
Feuerdorn
Fingerhut
Flamingoblume
Flammendes Käthchen
Fleißiges Lieschen
Frauen-bzw.Venusschuh (Orchidee)
Fuchsschwanz | Geißblatt
Geranien
Gilbkraut (Ginster)
Ginster
Giftwacholder
Glanzkölbchen
Glyzinien
Goldregen
Goldtrompete
Grünlilie
Gummibaum | Hahnenfußgewächse
Hammerstrauch
Hartriegel
Heckenkirsche
Herbstzeitlose
Herkuleskraut
Hortensien
Hyazinthen
Heliotrop
Hortensien
Hibiskus
Iris | Kaffeebaum
Kaiserwinde
Kakteen
Kalla
Kanonierblume
Kastanien
Katzen-bzw. Hundepetersilie
Katzenschwanz (Nesselschön)
Kermesbeere
Kornrade
Kreuzdorn
Kreuzkraut
Krokus
Kroton
Klematis
Kolbenfaden
Klivie
Korallenstrauch
Korallenbeere
Katzenschwanz
Krausblättriger Nachtschatten | Lanzenrosette (Bromelie)
Lebensbaum
Leberblümchen
Liguster
Lilien
Löwenzahn
Lorbeer
Lupinen
Madagaskarpalme
Magnolien
Maiglöckchen
Mauerpfeffer
Mistel
Monstera
Nachtschattengewächse
Narzissen
Nelken
Nesselschön
Nieswurz | Oleander
Orchideen
Osterglocken (Narzissen)
Passionsblume
Pfaffenhütchen
Primeln
Prunkwinde
Philodendron
Palmfarn
Petunien
Purpurtute
Raute
Rhododendron
Rittersporn
Ritterstern
Rosmarinheide | Sadebaum (Giftwacholder)
Schefflera
Schierling
Schlafmohn
Schneeball
Schneebeere
Schneeglöckchen
Schwertlilien (Iris)
Scilla
Seidelbast
Stechapfel
Stechpalme (Christusdorn)
Steinklee
Steinröschen
Stephanskraut
Storchschnabel (Geranie)
Strahlenaralie (Schefflera)
Spindelbaum
Springkraut(Fleißiges Lieschen)
Sumach
Silberblatt
Sternjasmin | Tabakpflanzen
Thuja
Tollkirsche
Tomatenpflanzen
Tränendes Herz
Trichterwinde (Kaiserwinde)
Tulpen
Usambaraveilchen
Vanilleblume (Heliotrop) | Wacholder
Waldmeister
Waldrebe
Wandelröschen
Wasserranke (Ampelkraut)
Wasserstrauch (Hortensie)
Weihnachtsstern
Weinraute
Weißdorn
Wicken
Wunderstrauch (Kroton)
Wunderblume
Wurmfarn
Zwiebelgewächse
Zypressen
Zierhopfen
Zierspargel
Zierpaprika
Zierpfeffer
Zimmerahorn
Zimmerlinde
Zwergpfeffer
Zwergmispel |
 | Autor:Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann
Manufacturer:Nikol Verlagsges.
Released:September 2006
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Donnerstag, 18. Januar 2007
FiV steht für das Feline Immundefizienz-Virus, also felines Immunschwächevirus. Da die Krankheit Ähnlichkeiten mit der Aids-Erkrankung bei Menschen hat, wird sie auch oft als “Katzen-Aids” bezeichnet. Die Symptome von FIV ähneln auch der Leukose (FeLV), daher ist es oft schwierig genau zu diagnostizieren, um welche der beiden Krankheiten es sich nun handelt, daher müssen genaue Laboruntersuchungen durchgeführt werden.
Zu dem Virus: Wie oben angegeben handelt es sich hierbei um den Felinen Immunschwächevirus, der wohl eine Mutation des Leukosevirus ist. Der Virus wird von Katze zu Katze übertragen, allerdings ist die Übertragung über Futterschüsseln oder Katzentoiletten sehr unwahrscheinlich, sondern wird über blutige Verletzungen übertragen (z.B. Biss). Das Virus greift die Abwehrzellen des Körpers an und zerstört sie, daher ist der Körper schutz-und hilflos anderen Viren, Bakterien, etc. ausgeliefert.
Inkubationszeit: Ebenso wie bei FIP ist die Inkubationszeit sehr unterschiedlich. Sie kann Monate betragen, aber auch mehrere Jahre.
Symptome: Wie bei allen Viruserkrankungen sind auch hier die Symptome sehr vielfältig und können variieren. Die Schleimhäute sind betroffen ebenso wie der Magen-Darm-Trakt. Unter anderem können folgende Symptome auftreten: Katzenschnupfen, Augenerkrankungen (vorwiegend Bindehautentzündung), Nasenausfluß, Veränderungen der Mundschleimhaut (Zahnfleischentzündungen), Durchfall, Erbrechen, Blasenentzündungen, bei trächtigen Tieren kommt es zu Fehl-oder Totgeburten. Wurm-und Flohbefall können als Begleiterscheinung/en auftreten. Das heißt also, die betroffene Katze kränkelt vor sich hin.
Folgen: Auf Grund des sehr stark beeinträchtigten Immunsystems wird der sowieso schon schwache Katzenorganismus durch viele weitere Sekundärinfektionen noch zusätzlich geschwächt. Jede kleinste Erkrankung kann hier schon tödlich sein. Der Organismus ist also anderen Viren oder Bakterien schutzlos ausgeliefert. Daher wird die Katze auch zusätzlich hier therapiert. Erkrankte Katzen können noch sehr lange sehr glücklich und schmerzfrei leben, daher ist eine Einschläferung auf Grund eines positiven Befundes meist nicht nötig. Sollte sich aber nach gewisser Zeit herauskristallisieren, dass es für die erkrankte Katze keine Hoffnung mehr gibt und die Katze sich quält, sollte man so verantwortungs-und respektvoll handeln und das Tier von weiteren Leiden erlösen.
Behandlung: Leider gibt es für FIV noch keine wirksamen und erfolgreichen Behandlungsmethoden. Die Veterinärmedizin forscht derzeit, ob es mit Präparaten der Humanmedizin gegen HIV auch Erfolge bei FIV gibt. Hauptsächlich aber werden die Sekundärinfektionen behandelt, da sie sehr schnell tödlich enden können, d.h. das Immunsystem wird gestärkt und ggfs. auftretende Infektionen behandelt.
Diagnose: Auch FIV hat typische Symptome anderer Viruserkrankungen oder “banaler” Erkrankungen, wie eben beispielsweise Durchfall oder Erbrechen. FIV wird oft mit Leukose verwechselt, daher gibt nur eine Blutuntersuchung ein klares und eindeutiges Ergebnis. Aber auch wenn es sich um ein positives Ergebnis handelt, heißt das nicht, dass die Katze bald sterben wird oder eingeschläfert werden muss. Sie kann, trotz der Erkrankung, noch sehr lange sehr glücklich und schmerzfrei leben. Erst wenn es zur Qual wird, sollte man diesen Schritt gehen.
Vorbeugung: Es gibt keine Vorbeugung gegen FIV! Nach einem Impfstoff wird derzeit noch geforscht!
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
 | Autor:Michael Hartmann, Thomas Steidl
Manufacturer:Oertel + Spärer
Released:Oktober 2001
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Samstag, 13. Januar 2007
Das Feline Leukämie-Virus (FeLV), besser bekannt als Leukose, gehört zu den Infektionskrankheiten und wird durch einen Retrovirus verursacht. Die Ausbreitung der Krankheit ist mittlerweile erschreckend, denn sie ist weltweit sehr häufig vertreten. Laut diverser Statistiken kann man hier schon von einer Epidemie sprechen. Leukose verläuft meist tödlich. Sehr hohe Ansteckungsgefahr!
Zu dem Virus: Wie oben schon erwähnt wird Leukose von einem Retrovirus verursacht. Nach Eintritt dieses Virus kann es Tage-Jahre betragen, bis man erste Symptome feststellen kann. Genau das ist es, was diesen Erreger so gefährlich macht, denn ansteckend ist er auch dann, wenn die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, d.h. der Virus kann praktisch “in aller Seelenruhe” auf andere Katzen übertragen werden. ́Der Retrovirus überträgt sich vielseitig, z.B. durch Speichel, Nasensekrete und Urin und wird damit zu einer hohen Ansteckungsgefahr für andere Katzen. Damit sind gemeinsame Futter-und Wasserschüsseln und Katzentoiletten die Orte, an denen der Virus übertragen werden kann. Auch trächtige Mütter übertragen den Virus auf ihre ungeborenen Kitten über den Mutterkuchen.
Inkubationszeit: Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich. Bei einigen Katzen können schon wenige Tage nach der Ansteckung die ersten Symptome auftreten, bei anderen Tieren dauert es Wochen, Monate oder Jahre.
Symptome: Die Symptome sind, wie bei allen Infektionskrankheiten, sehr vielschichtig und uncharakteristisch. Man kann hier eher von Kränkeln der betroffenen Katze sprechen, da das ganze Immunsystem geschwächt ist und somit jedwede banale Erkrankung, die das Immunsystem normalerweise selbst in den Griff bekommt, auftreten kann (daher “Kränkeln”). Einige der Symptome jedoch sind z.B. Appetitlosigkeit, Wasserverweigerung, erhöhte Körpertemperatur bis Fieber, Durchfall, Erbrechen, Atembeschwerden, wunde Ballen, Tumore, Anämie, Nervenstörungen, Abmagerung, chronische Infektionen aller Art. Auf Grund der stark geschwächten Immunabwehr haben auch viele andere lebensgefährliche Infektionen die Möglichkeit Einzug in die Katze zu gewinnen; wie beispielsweise FIP oder auch Katzenschnupfen.
Folgen: Die Folgen liegen praktisch auf der Hand. Das betroffene Tier kränkelt vor sich hin, leidet ggfs.an Schmerzen. Es besteht Austrocknungsgefahr! Meist endet so eine Erkrankung tödlich. Viele “Banalinfektionen” wie Durchfall, Erbrechen, Niesen treten durch die geschwächte Immunabwehr auf und lassen sich schwer als eine Leukose diagnostizieren.
Diagnose: Leukose ist schwer diagnostizierbar: Zwar haben Tierärzte die Möglichkeit mehrere Tests auf die Erkrankung durchzuführen, allerdings ist das Virus nahezu kaum zu erkennen. Es ist erst dann erkennbar, wenn es sich direkt im Blut aufhält, also dort zirkuliert. Meistens jedoch ist es so, dass sich das Virus in einem Organ “versteckt”, wodurch der Bluttest negativ ausfallen kann,d.h. also ein negatives Testergebnis gibt keine Garantie auf die Nicht-Erkrankung. Anhand der Symptome kann der behandelnde Tierarzt meist also nur den Verdacht auf Leukose äußern.
Behandlung: Zum einen kommt es darauf an, welches Organ denn nun betroffen ist, denn genau dieses muss behandelt werden. Es werden außerdem nicht nur die auftretenden Symptome behandelt, sondern auch das Immunsystem gestärkt. Neben der spezifischen (“normalen”)Abwehr muss auch die unspezifische Abwehr (Paramunität) gestärkt werden. Diese bekämpft im Körper alle Keime, die eine Katze erkranken lassen können. Mittlerweile gibt es sogar ein Medikament, was diese Abwehr unterstützt und damit vielversprechend in der Wirkung ist (in der Humanmedizin wird es bei der Krebsbehandlung eingesetzt). Zwar ist es keine Garantie und auch kein Wunder-Allheilmittel, aber ein Versuch ist es wert! Das heißt also, dass, wie bei anderen Infektionskrankheiten auch, das Immunsystem den Kampf gegen das Virus alleine aufnehmen muss. Der Tierarzt kann lediglich das Immunsystem bei seinem Kampf gegen den Virus unterstützen; mehr jedoch leider (noch) nicht. Auch der Tierhalter ist hier aufgerufen aktiv mitzuhelfen und die Katze zu unterstützen. Wie immer sind viel Liebe und Pflege das A und O einer Katze eventuell verloren gegangen Lebensmut wiederzugeben, was ihr in ihrer inneren Schlacht helfen kann. Will oder kann die Katze nicht fressen muss der Katzenbesitzer nachhelfen, am besten mit weicher Nahrung (Brei, Püriertes, etc.). Auch muss für eine gute Flüssigkeitsaufnahme gesorgt werden. Das Putzen des Fells muss ebenfalls der Halter übernehmen, wenn die Katze für ihre Fellpflege zu geschwächt ist. Die Fellpflege ist für eine Katze sehr wichtig und tut ihr gut. Aktive Mithilfe in allen notwendigen Bereichen ist also gefragt!
Vorbeugung: Zum Glück gibt es eine Impfung gegen Leukose, die man auch regelmäßig durchführen lassen sollte. Bei der Erstimpfung sollte die Katze mind. 8 Wochen und sollte gesund sein (parasitenfrei, krankheitsfrei). Natürlich wirkt die Impfung nur dann, wenn die Katze den Virus nicht schon in sich trägt. Die Wirkung ist zwar, an der als bei FIP nicht schädlich, aber wirkungslos. Nach der Erstimpfung mit ca.8 Wochen wird nach 3-4 Wochen die Impfung wiederholt. Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen und die Impfung erfolgt nun regelmäßig jedes Jahr.
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
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Samstag, 13. Januar 2007
FiP (Feline infektiöse Peritonitis) ist erst seit ca. 50 Jahren bekannt, da sie damals das erste Mal ausbrach und bedeutet “ansteckende Bauchfellentzündung”. Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung. FiP ist eine sehr rätselhafte und immer tödlich endende Krankheit. Man unterscheidet sie in zwei unterschiedliche Verlaufsformen.
Zum einen gibt es die “feuchte bzw. nasse Verlaufsform” (häufigste Verlaufsform), zum anderen die “trockene Verlaufsform”. Beide unterscheiden sich in ihrem Verlauf und ihren erkennbaren Merkmalen.
Zu dem Virus:
Bei dem Virus handelt es sich um einen Corona-Virus. Diesen hat fast jede Katze im Körper und er ist auch in seiner ursprünglichen Form ungefährlich, aber leider kann er mutieren, was auch meist zum Ausbruch der Erkrankung führt. Daher ist eine Heilung leider auch nicht möglich, da es sich (ähnlich wie beim Grippevirus) eben um einen mutierenden Virus handelt, d.h. er verändert sich stetig. Und wie soll man einen Virus bekämpfen, der sich ständig verändert? FiP ist sehr ansteckend und wird von Katze zu Katze übertragen, aber auch über Gegenstände, mit denen ein infiziertes Tier in Berührung gekommen ist.
Inkubationszeit:
Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich. Manche Katzen erkranken nie daran, obwohl sie den (mutierten) Virus in sich tragen. Erst wenn Symptome sichtbar werden, kann man vom Ausbruch der Krankheit sprechen. Die Inkubationszeit kann also wenige Tage bis mehrere Jahre bis nie betragen. Das Zusammenspiel vieler Faktoren kann eine Erkrankung begünstigen: Die Mutation des “normalen”Corona-Virus in den FiP-Virus und das darauffolgende Zusammenspiel der Viruszellen mit Antikörpern. Stress ist der häufigste Auslöser einer Fip-Erkrankung (vor allem in großen Zucht-oder Gruppenverbänden (auch Tierheim), bei Ausstellungen oder stressigem Besitzer-oder Wohnungswechsel).
Symptome bei der “nassen Verlaufsform”:
Die Symptome der felinen infektiösen Peritonitis sind vielfältig und daher auch oftmals schwer erkennbar. Durch die stark geschwächte Immunabwehr können also viele verschiedene Zusatzinfektionen auftreten, die man anfangs meist gar nicht auf eine FiP-Erkrankung schieben würde. Die häufigsten Symptome jedoch sind hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Atemnot, Erstickungsanfälle, Herz-und Kreislaufstörungen, Apathie, Immunschwäche. Das besondere Merkmal der nassen Verlaufsform ist ein gefüllter, dicker, vorgewölbter Bauch; obwohl das Tier abgemagert ist. In der Bauchhöhle sammeln sich große Mengen gelblicher Flüssigkeit (Bauchwassersucht). Durch diese äußere Erscheinung ist die nasse Verlaufsform meist besser zu diagnostizieren als die trockene. Bei beiden jedoch git, dass die Krankheit schleichend verläuft und letzten Endes meist tödlich ist.
Symptome der “trockenen Verlaufsform”:
Die trockene Verlaufsform von FiP ist schwer diagnostizierbar und wird daher auch meistens nicht erkannt. Die Symptome könnten auf alles mögliche zutreffen. Dazu gehören Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Fieber, Lähmungen, Krämpfe, Gleichgewichtsstörungen, Apathie, Immunschwäche, Wesensveränderungen, Augenerkrankungen.
Folgen: Durch die geschwächte Immunabwehr, brechen sehr leicht bakterielle Zusatzerkrankungen aus. Auf Grund der Schmerzen sinkt der Lebensmut einer betroffenen Katze fast stündlich. Das Ende dieser Krankheit ist fast immer tödlich, da sie nicht heilbar ist. Man kann sie für den Patienten nur “erträglicher” gestalten und ggfs. den gesunkenen Lebensmut zurückholen, mehr jedoch nicht. Man sollte seiner Katze, wenn die Krankheit schon in einem so weiten Stadium ist, dass es nur noch Qual und künstliche Lebenserhaltung ist, den am Ende sehr qualvollen und schmerzhaften Tod ersparen und sie einschläfern lassen, wenn sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert und keine Aussicht auf Erfolg mehr gegeben ist. Was für uns Besitzer meist schwer ist, ist eine Erlösung für die Katze. Das sollte unser letzter Dank an sie sein und unser letzer Liebes-und/oder Freundschaftsbeweis: ein schmerzfreier und schneller Tod.
Behandlung:
Das einzige, was der Tierarzt für eine infizierte und erkrankte Katze tun kann, ist ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern. Es ist nicht möglich und auch lebensbedrohlich, Immunsystemstärkende Maßnahmen zu ergreifen. Hier muss das Gegenteil erfolgen. Denn erst das Einschalten oder Beschleunigen des Immunsystems macht diese Krankheit so gefährlich und führt zu Verschlimmerung und Tod! Es muss eine Unterdrückung des Immunsystem stattfinden, um weitere Verbindungen zwischen Virus und Antikörpern zu verhindern. Dafür wird meist Kortison verabreicht, was die Symptome in manchen Fällen auflösen kann, was auch der Seele der Katze gut tut.Bei der feuchten Verlaufsform hat der Tierarzt sogar die Möglichkeit die Flüssigkeit in der Bauchhöhle abzusaugen. Allerdings ist das nur eine vorübergehende Hilfe, da sich schon nach kurzer Zeit erneut Flüssigkeit im Bauch ansammelt. Diese Prozedur ist also nur zusätzlicher Stress für die kranke Katze, der Unter allen Umständen jedoch vermieden werden sollte! Am Halter liegt es jetzt, die Freude seines Tieres zu erhalten, intensiv und liebevoll zu pflegen. Die Katze braucht Hilfe bei der Körperpflege, beim Fressen und Trinken. Es sollte an ihrem Aufenthaltsort nicht stressig sein, um eine Verschlimmerung der Krankheit zu verhindern. Meist wird die Nahrung umgestellt (z.B. vom Tierarzt verschriebenes Diätfutter). Also sollten gute Pflege, eine ausgewogene Ernährung, kein Stress und vor allem viel Liebe die “Medikamente” des Halters sein.
Diagnose:
FiP ist leider immer noch nicht eindeutig diagnostizierbar. Bei Verdacht wird eine Blutuntersuchung gemacht und ein sog. “FiP-Titer” erstellt. Dieser gibt das Verhältnis der Antikörper im Blut an. Je höher der Titer, umso wahrscheinlicher ist eine Infektion oder eine Erkrankung. Der normale FiP-Titer liegt zwischen 1:1 und 1:25 (noch im Toleranzbereich). Der Titer gibt lediglich an, ob die Katze Kontakt zu dem Coronavirus hatte. Der Titer sagt aber nicht aus, dass die Katze krank ist oder nicht. Auch sagt er nicht aus, ob die Katze jemals daran erkranken wird. Ein Titer von 1:1000 liegt zwar im sehr hohen Bereich und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Infektion (oder Erkrankung), aber er gibt niemals eine 100%ige Aussage oder Garantie, dass das Tier erkrankt ist oder in der Zukunft daran erkranken wird. Leider werden noch immer zu viele Katzen auf Grund eines Verdachtes eingeschläfert. Ist die Krankheit jedoch nicht quälend für die Katze oder überhaupt am Tier erkennbar ist eine Einschläferung unnötig. Wie gesagt, die Katze kann ein Leben lang ohne Krankheitsausbruch leben und auch dann, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist und weder schmerzhaft noch quälend für das Tier ist. Viele kranke Tiere können noch Jahre lang ein sehr gutes und schönes Leben haben! Daher bitte nicht einfach bloß auf Verdacht einschläfern lassen. Der Titer ist keine Garantie für eine Erkrankung!
Vorbeugung:
Zwar gibt es mittlerweile einen Impfstoff, aber seine Wirkung ist sehr umstritten. Die Impfung wird nasal (in die Nasenlöcher) verabreicht. Ist eine Katze jedoch schon infiziert kann die Impfung sogar den Ausbruch der Krankheit bewirken oder tödlich sein, daher ist eine vorige Blutuntersuchung wichtig! Die Impfung erfolgt frühestens mit der 16.Lebenswoche, nach 3 Wochen wird die Impfung wiederholt. Die Grundimmunisierung ist damit abgeschlossen. Von nun an wird die FiP-Impfung jährlich aufgefrischt.
aus dem Katzen-Lexikon, der freien Wissensdatenbank
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Manufacturer:Kosmos (Franckh-Kosmos)
Released:Oktober 2003
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Freitag, 12. Januar 2007
Bei Katzenschnupfen (Rhinitis) handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch div. Erreger ausgelöst werden kann. Neben den für den Katzenschnupfen typischen Viren und Zwischenformen von Bakterien und Viren, sind auch Zweiterreger (Bakterien) an dem Krankheitsverlauf beteiligt, da sie diese Viruserkrankung verkomplizieren und verlängern können.
Zu den Erregern: Zum einen können Viren die Ursache für die Erkrankung sein, wie auch Zwischenformen und Bakterien, die als Zweiterreger maßgeblich an Katzenschnupfen beteiligt sind.Bei den Viren handelt es sich meist um Reo(Rhino)-, Calici-oder Herpesviren, wobei die beiden letzteren die häufigsten Erreger des Katzenschnupfens sind und auch die schwerwiegenderen Erkrankungen hervorrufen. Sie unterscheiden sich zudem in ihrer Lebensdauer: Herpesviren sind nicht sehr widerstandsfähig und gehen außerhalb des Körper nach etwa 12 Stunden zugrunde. Allerdings werden sie im Verlaufe einer Erkrankung durch Nase-,Augen und Mundsekeret über mehrere Wochen hinweg ausgeschieden (schubweise). Die erneute Erkrankung durch einen Herpesvirus geht jedoch schneller von statten und kann schon nach 6 Monaten erneut auftreten.Caliciviren hingegen überleben bis zu 10 Tagen. Erneute Ansteckung durch Caliciviren dauert jedoch etwa 1 Jahr. Sie werden jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg noch ausgeschieden, selbst wenn die Erkrankung selbst nur wenige Tage beträgt.Außerdem können auch Zwischenformen (Zwischenformen zwischen Bakterien und Viren) die Ursache für eine Erkrankung sein, wie beispielsweise Mycoplasmen und Chlamydien (nicht häufig, aber möglich.).Neben diesen zwei Erregerarten gibt es auch noch sog.”Zweiterrger” (Bakterien), die den Krankheitsverlauf noch komplizierter machen und auch begünstigen können. Dazu zählen meist Eiterbakterien wie z.B. Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken.Abwehrschwächende Faktoren wie beispielsweise Wurmbefall, Ernährungsfehler, Erkältungen; etc.können die Infektion begünstigen, außerdem Stress und andere psychische Belastungen.Ansteckungsgefahr! Der virusbedingte Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochansteckend. Übertragen wird der jeweilige Virus von Katze zu Katze (Tröpfchenübertragung), also über Futterschüsseln, Spielzeug, Transportkörbe usw. Der Mensch kann den Erreger ebenfalls mit ins Haus bringen, indem er ihn an Schuhen oder Kleidung trägt (weswegen auch Wohnungskatzen gegen Katzenschnupfen geimpft werden sollten).
Inkubationszeit: Abhängig vom Erreger, z.B. Caliciviren: 1-3 Tage, Herpesviren: 2-10 Tage. Durchschnittlich kann man sagen, dass die Inkubationszeit knapp 2-7 Tage beträgt.
Symptome: Anfangs als Entzündung der Schleimhäute zu erkennen, so äußert sich Katzenschnupfen durch Niesen und Nasenausfluss, meist in Verbindung mit Bindehautentzündungen. Sowohl der Nasen-als auch Augenausfluss ist zunächst sehr wässrig und klar (Zeichen einer Viruserkrankung), allerdings verschlechtert sich das Krankheitsbild schon sehr schnell durch Schädigung der Schleimhäute durch Viren. Der Nasenausfluss wird bald eitrig, schleimig und verstopft die Atemwege der betroffenen Katze, wodurch Atemnot entsteht. Eine erkrankte Katze ist zum Atmen durch das Mäulchen gezwungen; wodurch die jeweiligen Erreger auch Einzug in die Mundschleimhaut gewinnen. Folge davon sind Husten und Schluckbeschwerden. Wie bei einem grippalen Infekt bei uns Menschen so fühlen sich auch die Katzen schlapp, sind teilnahmslos, haben weder Hunger noch Durst, hohes Fieber. Ist die Infektion durch einen Herpesvirus verursacht worden, so ist auch die Mundschleimhaut mitbetroffen, was bedeutet, dass sich ggfs.Bläschen an Zunge, Gaumen und Zahnfleisch bilden, wodurch der Katze das Fressen umso mehr zu einer Qual wird. Diese Bläschen vergrößern sich mit der Zeit und platzen auch, wodurch geschwürige Wundflächen entstehen können. Diese Stellen sind zwar nicht sehr groß, sind aber mit enormen Schmerzen verbunden (Speichelfluss). U.U. kann sich die Erkrankung auch von den Bronchien bis hin zur Lunge ausdehnen. Gefahr auf Lungenentzündung! Symptome für die Verschlimmerung sind Husten und “Rasseln”.
Folgen: Auf Grund von allgemeinem Unwohlsein und Schmerzen trinkt und ißt die Katze nicht. Gefahr der Austrocknung! Folge davon ist Kreislaufversagen; der auch zum Tode führen kann!! Frißt und trinkt die Katze nicht, muss sie zwangsernährt werden. Wird ein Katzenschnupfen nicht behandelt, so kann er sich wie oben beschrieben, zu einer Lungenentzündung verschlimmern. Bei an Katzenschnupfen erkrankten, tragenden Katzenmüttern kommt es meist zu Totgeburten oder Missbildungen der Kitten. Ein unbehandelter Katzenschnupfen kann chronisch werden, was ständige Augenentzündungen, verstopfte Nase, Atembescherden, Stirnhöhlenentzündungen, etc.zur Folge hat. Ist ein Katzenschnupfen erstmal chronisch, so ist er nur noch schwierig zu behandeln! Rechtzeitiges Handeln ist also enorm wichtig, um den Katzenschnupfen rechtzeitig in den Griff zu bekommen.
Diagnose: Nicht jedes Niesen oder Husten bedeutet direkt eine Erkrankung. Auch eine Bindehautenztündung muss nicht unbedingt mit Katzenschnupfen zu tun haben. Dennoch sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Katze häufiger niest oder hustet oder sich die Augen röten,etc., um die Ursache festzustellen, selbst dann, wenn man der Meinung ist, es handele sich evtl.um eine Bagatelle. Die Diagnose stellt der Tierarzt. Er kann meist sofort erkennen, ob es sich wirklich um eine harmlose Bagatelle handelt oder um eine Erkrankung an Katzenschnupfen. Falls Lebensgefahr besteht, wird der Tierarzt das betroffene Tier auch an eine Tierklinik weiterleiten.
Behandlung: Der Tierarzt wird die betroffene Katze im Kampf gegen die Viren unterstützen durch Gabe von abwehrstärkenden Medikamenten und Antiobiotika um gefährliche Sekundärinfektionen durch Bakterien zu bekämpfen. Frißt oder trinkt der Patient nicht, so sind zusätzlich Infusionen oder Zwangsernährung erforderlich. Der Katzenhalter selbst kann aktive Mithilfe leisten, indem er besonders jetzt seinem kranken Familienmitglied viel, viel Zuneigung und Pflege schenkt. Viel STreicheln, Kraulen, die vertraute Umgebung begünstigen den Heilungsprozess um ein Vielfaches. Zudem braucht eine an Katzenschnupfen erkrankte Katze viel Wärme um gesund zu werden. Wer keine Fußbodenheizung hat, sollte dem Patienten eine Heizdecke oder eine Wärmflasche zur Verfügung stellen. Möglich ist als Unterstützung auch Rotlicht, allerdings nicht länger als 10 Minuten (zweimal täglich) und auch nur dann, wenn die Katze kein Fieber hat (bitte mit dem Tierarzt absprechen!). Kälte, Windzug, etc.sollten unter allen Umständen vermieden werden. Bei Transporten sollte die Katze in eine Decke eingepackt werden und ggfs. zusätzlich mit einer Wärmeflaxche im Körbchen ausgestattet werden. Zudem liegt es am Besitzer Verkrustungen an Augen und Nase regelmäßig zu säubern und dafür zu sorgen; dass die Nasenlöcher frei bleiben um die Atmung zu erleichtern: Hierfür reicht lauwarmes Wasser. Will man mit Inhalationen arbeiten, so sollte man das vorher mit dem Tierarzt absprechen. Er kann ein geeignetes Präparat verschreiben und die Anwendung indidviduell anpassen. Meist werden Inhalationen mit einem Kamillenaufguss durchgeführt, da viele andere Mittel zu Erstickungen führen können. Um der Katze Futter zuzuführen; so eignen sich Babynahrung, Hühnchenbrühe, etc, die mit einer Plastikspritze direkt In den Mund verabreicht werden. Auch der Tierarzt wird spezielle “Astronautenkost” mitgeben! Bis der Patient wieder von alleine ißt, sollte die Nahrung zugeführt werden.
Vorbeugung: Es gibt eine Impfung gegen die Haupterreger des Katzenschnupfens, nämlich Calici-und Herpesviren, ggfs.auch gegen Chlamydien. Da, wie oben angegeben, aber auch andere Erreger für Katzenschnupfen verantwortlich sein können, kann es – trotz Impfung – zu einer Erkrankung an Katzenschnupfen kommen, allerdings kommt es dann nur zu milden Verlaufsformen; da gegen die schwerwiegendsten ja geimpft ist. Die erste Impfung gegen Katzenschnupfen erfolgt in der 8.Lebenswoche, nach 3-4Wochen wird die Impfung wiederholt. Damit ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Von nun an wird jährlich geimpft.
Quelle
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Manufacturer:Enke
Released:Juni 2005
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