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Britisch Kurzhaar - BKH - KatzenrasseMontag, 14. Mai 2007
Die Kurzhaarrassekatzen entstanden ursprünglich aus freilebenden Hauskatzen, die sich dem Menschen angeschlossen hatten. Die gezielte Zucht begann erst, als man begann, sich von den anderen Hauskatzentypen unterscheidende Eigenschaften (z.b.Farben) zu züchten. Ursprünglich waren alle Katzen vom Typ her Kurzhaar, erst durch Mutationen kam es zu längerem Fell oder größeren Ohren. Diese Merkmale wurden vom Menschen weiter gezüchtet und dadurch entstanden die verschiedenen Rassen wie z.b. Siam, Perser, Ragdoll usw. Der europäische Rassestandard FIFé unterscheidet heute folgende Gruppen: Der FIFé Standard der Britisch Kurzhaar Größe: Groß bis mittelgroß Eine Britisch Kurzhaarkatze wiegt ca. 4-6 kg, Kater können bis zu 9 kg schwer werden. Die Geschichte der Britisch Kurzhaar Kurzhaarrassen wie Britisch, Europäisch oder Amerikanisch Kurzhaar, die Chartreux und Bleu Russe sind auf den ersten Blick nur schwer von normalen Hauskatzen zu unterscheiden. Ihre Zuchtgeschichte reicht jedoch oft recht weit zurück. So sollen bereits im 16. Jhd Kartäusermönche blaue Katzen zur Vertilgung von Ratten gezüchtet haben. Irrtümlicherweise werden daher alle kurzhaarigen Katzen mit blauen Fell oft als “Kartäuser” bezeichnet. Ende des 19. Jhd begann in Europa die Rassekatzenzucht. Dabei standen zunächst die normalen Hauskatzen im Schatten exotischer Rassen, wie Perser oder Siamesen. Nur wenige Züchter widmeten sich der Zucht von Kurzhaar Katzen. Bis Mitte des 20. Jhd blieb dies so. Einige wenige Züchter in England, wie auch auf dem europäischen Festland widmeten sich nach dem 2. Weltkrieg der Zucht der Kurzhaarkatzen. Man unterschied noch nicht zwischen Europäisch Kurzhaar und Britisch Kurzhaar. Um nach dem Krieg die Basis der Zuchtlinien zu vergrößern oder auch um neue Farbschläge einzuzüchten, kreuzte man vermehrt in die Britisch Kurzhaar Perser ein. Dies führte dazu, daß der Kopf runder wurde und das Fell länger. Besonders fatal war dies für die Rasse der Chartreux Ende des zweiten Weltkriegs. Um die stark ausgedünnten Zuchtlinien der Chartreux aufzufrischen, begann man blaue BKH einzukreuzen. Diese beiden Rassen näherten sich dadurch so stark an, daß man zwischen 1970 bis 1977 beide auf Ausstellungen zusammenfaßte, die BKH in der Farbe blau durften im Stammbaum den Zusatzvermerk “Kartäuser” tragen. Heute wird eine Chartreux (echte Kartäuser) nur dann als reinrassig bezeichnet, wenn im Stammbaum keine BKH auftaucht. Im Gegensatz zu den britischen Züchtern, waren die Kurzhaarzüchter auf dem Kontinent und in Skandinavien bemüht, den Rassen-Charakter ohne Einkreuzungen fremder Rassen zu erhalten. Daher trennte man 1982 innerhalb der FIFé die Rassen in Britisch Kurzhaar und Europäisch Kurzhaar. Anfang der 1990ger Jahre gelang es nochmals bei BKH durch Einkreuzen von Colourpoint Persern die bis dahin noch nicht vorhandene Farbe Colourpoint bei BKH zu etablieren. Heute gibt es BKH in folgenden Farben: Unterschied zur echten Chartreux: Unterschied zur Bleu Russe: Noch relativ neu sind Britisch Langhaar und Selkirk Rex in Züchterkreisen. Britisch Langhaar (Highländer) können dabei auch in einem Wurf Britisch Kurzhaar fallen, da das Langhaargen rezessiv vererbt wird. Bei Selkirk Rex liegen die Ohren nach unten an (Faltohr). Charakter der Britisch Kurzhaar Die BKH läßt ihre Verwandtschaft zur Perser auch deutlich im Verhalten erkennen. Sie ist wesentlich verschmuster als z.b. Europäisch Kurzhaar. Der Jagdinstinkt ist weniger stark ausgeprägt, sie ist sehr gut für die Wohnungshaltung geeignet und freut sich über ein sonniges Plätzchen auf einem gesicherten Balkon. Sie sind geduldig, lassen sich gerne Streicheln und auf den Schoß nehmen. Natürlich kommen auch Temperamentsausbrüche vor, doch sind diese schnell wieder vorbei und die innere Ruhe der BKH kehrt wieder ein. Junge BKH Kätzchen toben natürlich auch wie andere Kätzchen umher, doch werden sie mit dem Alter schneller ruhig als andere Rassen. Fellpflege und Ernährung Da die BKH schnell nach der Kastration zu einem eher gemütlichen Leben neigt, sollte man auf die Ernährung achten und die Katze nach der Kastration noch regelmäßig zum spielen animieren. Das Fell der BKH ist kurz und pflegeleicht. Während des Fellwechsels empfiehlt es sich 1 mal täglich die losen Haare durch Bürsten zu entfernen. Baden braucht man eine BKH nicht. Wie bei jeder Rassekatze gilt, kaufen sie ihr Kätzchen nur bei einem seriösen Züchter! Eine Rassekatze hat ihren Preis! Sogenannte Schnäppchen können schnell zum Albtraum für sie und die Katze werden! Besuchen sie mehrere Zuchten, schauen Sie sich Elterntiere und Haltungsbedingungen an und lassen Sie sich auf keine Schnellkäufe ohne Anschauen aufgrund des günstigen Preises ein. Ein guter Züchter gibt seine Tiere erst im Alter zwischen 12 und 14 Wochen mehrfach entwurmt, geimpft und mit Stammbaum ab. So sollte es mit einer Rassekatze nicht sein: Infos aus: Britisch Kurzhaar &co. Kurzhaarkatzen Ulmer Verlag – Ihr Hobby Britisch Kurzhaar Katzen Bede Verlag
Geschrieben von Jutta
in Katzenrassen
um
14:55
Tags für diesen Artikel: britisch kurzhaar, katzenrassen Zuletzt bearbeitet am 17.05.2007 14:00
Parasiten Katze GiardienSonntag, 29. April 2007Einführung: ![]() An Giardien erkrankte Katze 3 Monate nach erfolgreicher Behandlung Grundsätzlich sind Giardien so ansteckend, daß alle Tiere im Haushalt (auch Hunde) mitbehandelt werden müssen. Ausserdem handelt es sich um eine Zoonose, so daß bei geringstem Verdacht und Symptomen wie Durchfall, auch der Mensch getestet werden sollte. Es gibt zwei verschiedene Medikamente, die heute bei Giardien Anwendung finden: Wirkstoff: Metronidazol enthalten in Flagyl®, Clont®, Stomorgyl® Metronidazol tötet die Giardien nicht, sondern hemmt nur die Vermehrung. Es treten einige nicht zu vernachlässigende Nebenwirkungen auf, wie z.b. starkes Speicheln nach der Gabe der Tablette. Ich selbst habe es nicht geschafft, den Tieren diese Tabletten zu verabreichen. Dosierung: 25-30 mg/kg Körpergewicht 2x täglich über 5-10 Tage Wirkstoff: Fenbendazol Panacur (Zulassung in Bezug auf die Giardien nur für Hunde) Panacur gibt es als Paste oder in Tablettenform mit 250 bzw. 500 mg Wirkstoff. Die Tabletten sind geschmacklos und lassen sich mit etwas Malzpaste oder Käsepaste bestrichen wie Lekkerli verabreichen. Dosierung: 50 mg/kg KGW 1x täglich über 5 Tage – 3 Tage Pause – Wiederholung der Gabe über 5 Tage – ggfs. – wenn die Katze weiter Durchfall hat – nach 3 Tagen nochmalige Gabe über 5 Tage sowie nach 4-6 Monaten. Giardien können sich in den Gallengang der Katze zurückziehen und weiter Neuinfektionen nach einer Zeit von 9-42 Tagen auslösen. Daher erfolgt die Panacur Gabe im zeitlichen Intervall wie oben beschrieben. Auf beide Medikamente haben sich allerdings bereits Resistenzen gebildet und man kann leider nur von einer Wirksamkeit von ca. 70 – 75 % ausgehen. Beide Medikamente greifen nicht nur die Parasiten sondern auch die Darmflora an. Deshalb sollte zeitgleich während der Behandlung sowie mindestens 4-8 Wochen nach der Behandlung die Darmflora mit natürlichen Darmbakterien unterstützt werden. Ernährung: Für alle Giardienfälle gilt: Sofort Trockenfutter weg! Die betroffene Katze über Nacht erstmal nicht mehr füttern und dann mit leicht verdaulicher Diätnahrung beginnen. Gekochtes Hühnchen, magerer Fisch oder Kalbfleisch mit 1 Eßl. gekochtem Reis und 1 Eßl Hüttenkäse in kleinen Portionen füttern. Man kann nach ein paar Tagen auch 1 Eßl Kartoffelbrei ohne Milch unterrühren. Auch Joghurt oder Quark können in kleinen Mengen gefüttert werden. Nimmt die Katze kein selbstgekochtes Futter an, füttert man spezielles Diätfutter vom Tierarzt wie z.b. Hills i/d oder Royal Canin Intestinal. Dort ist auch immer erstmal für 4-8 Wochen Nassfutter zu bevorzugen. Man kann dieses Futter auch online im Internet auf Vorrat bestellen. Es hat sich bewährt, Heilerde oder Luposan Moorliquid unterzurühren. Sie helfen die schädlichen Keime aus dem Darm zu verbannen. Für die Darmflora gibt man Symbio Pet täglich ins Futter. Hygienmaßnahmen: Da die Infektion durch die Weiterverbreitung der Giardien durch die ausgeschiedenen Zysten erfolgt, ist eine gute Hygiene notwendig, um den Kreislauf zu durchbrechen. Mit dem Dampfreiniger möglichst täglich alle Böden, besonders vor den Katzenklos reinigen. Der Durchfall ist möglichst sofort zu entfernen und im akuten Krankheitsstadium eine tägliche Reinigung des Katzenklos mit heißem Wasser, Dampfreiniger und Wodka vorzunehmen. Die Streu dabei auch austauschen. Die Schlafplätze der Katzen kann man mit alten Handtüchern abdecken und diese täglich bei mind. 75 Grad C waschen. Auch kann man Kratzbaum und sonstige Schlafplätze gut mit dem Dampfreinger behandeln. Schlafen die Katzen im Bett so ist empfohlen die Bettwäsche alle 3 Tage bei mind. 75 Grad C zu waschen. Bei Langhaarkatzen kann man überlegen die Katzen zu baden…aber nicht jede Katze läßt sich das gefallen. Und der wirkliche Nutzen sei dem Stress für das Tier einmal gegenüber gestellt. Wir haben auf die tägliche Reinigung der Katzenklos verzichtet und nur wechselweise alle 3 Tage das Streu komplett gewechselt. Ausserdem haben wir die Katzen nicht gebadet. Steht ein Trinkbrunnen zur Verfügung sollte dieser erstmal entfernt werden. Giardien Zysten sind im Wasser 2 Monate überlebensfähig. Die Näpfe und Trinkgefäße sollten täglich gewechselt und bei mind. 75 Grad C in der Spülmaschine gewaschen oder ausgekocht werden. Impfung: Es gibt in USA eine Giardien Impfung. Aber wie bei jeder Impfung sollte hier Nutzen und Schaden gut gegeneinander abgewogen werden. Weiterführende Links: www.laboklin.de www.intervet.de/news/ www.catgirly.de/Krankheiten/giardien.htm
Geschrieben von Jutta
in Parasiten
um
11:24
Tags für diesen Artikel: giardien, katzenkrankheit Zuletzt bearbeitet am 17.05.2007 14:15
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