Der Katzenfloh (Ektoparasiten) (Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Er ist 1,5 bis 3 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt. Der Katzenfloh hält sich auf oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf, kann aber auch vorübergehend auf den Menschen oder andere Tiere übergehen. Im Frühsommer erwachen die Flöhe aus dem Winterschlaf und entwickeln sich über Ei-, Larven- und Puppenstadium zu geschlechtsreifen Flöhen. Sie trinken das Blut der Katze und verkriechen sich anschließend in der unmittelbaren Umgebung wie den Schlafplätzen der Katzen um Eier abzulegen. Befruchtete Weibchen legen bis zu 50 Eier in die direkte Umgebung der Schlafstätten ihrer Wirtstiere ab. Nach 4 bis 5 Tagen schlüpfen die Larven und benötigen dann bald ein Wirtstier. Nur knapp 1% der Flöhe sitzen auf dem Tier, während die anderen sich in der meist nicht behandelten Umgebung aufhalten. Die Haut wird durch die Flohbisse verletzt und der Flohspeichel kann Entzündungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Die Folge sind stark juckende Pusteln und Hautveränderungen, Allergien und bei sehr stark befallenen Katzen auch Blutarmut.
Wie erkenne ich einen Flohbefall:
Wenn sich Ihre Katze häufiger kratzt, manchmal auch plötzlich aus dem Schlaf aufschreckt und sich hektisch ins Fell beißt, sollten sie das Fell und die Haut kontrollieren. Meist erkennt man auf der Haut bereits vereinzelte rötlich gefärbte und oft vorgewölbte Flohstiche, die häufig in einer Reihe liegen. Bei dunklem Fell fallen evtl. die hellen Eier auf, bei hellem Fell kann der dunkelbraune Flohkot zu sehen sein. Halten Sie Ihre Katze über ein helles Waschbecken oder ein weißes, feuchtes Tuch, rubbeln sie ihr Fell kräftig mit und gegen den Strich. Finden Sie danach Flohkot (kleine dunkle Punkte, die bei Kontakt mit Wasser rote Flecken hinterlassen) dann können Sie sicher sein, dass Ihre Katze Flöhe besitzt.
Wie bekämpfe ich Flöhe bei meiner Katze:
Hierzu zitiere ich eine Breicht des BUNDESVERBAND PRAKTISCHER TIERÄRZTE e.V.
Flohzirkus
Ein Floh im Fell! Das kann dem gepflegtesten Hund, der edelsten Katze passieren. Wird er gleich entdeckt und eliminiert, ist das Problem gebannt. Oft aber entwickelt sich nur all zu rasch ein wahrer Flohzirkus, der für Tier und Mensch zur Plage wird.
Mit Flohhalsband, Spray, Puder oder Shampoo wird dann emsig an der Fellfront gekämpft, doch nicht immer wollen die Lästlinge weichen. Nur zum Teil liegt dies daran, daß sich resistente Flohstämme von bestimmten chemischen Keulen nicht mehr erschlagen lassen. Oft ist die gewählte Zubereitung für das betreffende Tier nicht geeignet oder sie wird nicht im vorgeschriebenen Zeitabstand angewandt. Wichtig ist, daß das Präparat jede Körperstelle erreicht. Mit Tropflösungen, deren Wirkstoff über den Blutweg in der gesamten Haut verteilt wird, ist dies gerade bei langhaarigen und großen Fellgenossen zuverlässiger zu erreichen als mit Sprays oder Puder. Ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher Flohbekämpfung ist die Einbeziehung der Tierumgebung. Flöhe sind temporäre Parasiten, die sich nur zur Blutmahlzeit auf dem Wirt einfinden. Rund 90 Prozent der erwachsenen Flöhe und ihrer Brut halten sich in Bodenritzen, Teppichen und je nach Erziehungsprinzip auch in den Betten der Tierbesitzer auf. Werden sie dort nicht zuverlässig ausgerottet, kommt es zu ständigem Neubefall, der jede Flohbekämpfung am Tier zur Makulatur werden läßt.
Das Bodenreservoir kann mit Insektenvernichtern in Form von Umgebungssprays und Raumverneblern bekämpft werden. Viele Präparate können jedoch nur die ausgewachsenen Flöhe erreichen und lassen ihre Brut unbehelligt. Sie müssen daher in regelmäßigen Abständen angewandt werden, um die nachwachsenden Flohgenerationen abzutöten Es wurden deshalb biochemische Wirkstoffe entwickelt, die auch den Entwicklungszyklus der Flohbrut unterbrechen können. Die chemische Behandlung von Wohnräumen sollte grundsätzlich sparsam und gezielt und unter strikter tierärztlicher Anleitung erfolgen. An der Bodenfront sollte deshalb auch mit intensiven mechanischen Reinigungsverfahren gekämpft werden. Wirkungsvoll ist der tägliche Staubsaugereinsatz, wenn der Staubfangbeutel etwas Flohpuder enthält und häufig gewechselt wird. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Stammliegeplätze von Hund und Katze mit waschbaren Textilien auszulegen und diese in kurzen Abständen zu waschen. Wer ohne chemische Raumbelastung auskommen will, kann nun auch auf eine hormonelle Bekämpfungsstrategie setzen. Den Haustieren wird ein Präparat verfüttert, das sich in deren Blut anreichert. Flohweibchen, die den Wirkstoff mit ihrer Blutmahlzeit aufnehmen, können keine entwicklungsfähigen Eier produzieren. Die Anwendung ist für den Menschen und seine Haustiere völlig nebenwirkungsfrei.
Grundsätzlich sollte nicht vergessen werden, daß ein massiver Flohbefall bei Haustieren meist auch eine Bandwurminfektion nach sich zieht. Infizierte Flöhe übertragen die Bandwurmeier, wenn sie von Hund oder Katze zerbissen und abgeschluckt werden. Der Tierarzt kann die Bandwurminfektion im Kot nachweisen und gezielt behandeln.
Antiparasitikum gegen Flöhe – ADVANTAGE 40 f. Katzen
Injektionssuspension zur Flohbekämpfung – PROGRAM Suspension 133 mg
FRONTLINE Spot – Arzneimittel gegen Flöhe, Zecken, Haarlinge
 | Autos:Christine Klinka
Manufacturer:Müller Rüschlikon
Released:Mai 2003
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